Ausführlicher Reiseverlauf:
Tag 1: Dar es Salaam - Mikumi NationalparkHeute beginnt Ihre Safari durch die Nationalparks von Süd-Tansania. Am Vormittag fliegen Sie von Dar es Salaam nach Mikumi und können bereits während des Fluges einen faszinierenden Blick auf die reiche Tierwelt und die spektakulären Landschaften des südlichen Tansania werfen. Nach der Ankunft werden Sie an der Landebahn empfangen und in das Stanleys Kopje Camp im Mikumi Nationalpark gebracht. Das Mittagessen nehmen Sie im Camp zu sich. Am Nachmittag unternehmen Sie Ihre erste Pirschfahrt und bekommen einen Einblick in die Tierwelt und Natur von Mikumi.
Mikumi beherbergt ein sehr spezielles Ökosystem. Vier unterschiedliche Vegetationszonen laufen hier zusammen: Miombo Wald aus dem südlichen Afrika, trockenes Buschland aus dem Norden, das Küstengebiete aus dem Osten und die Berge von Uluguru und Ruhumero im Norden und Westen. Wie die verschiedenen Lebensräume unterscheidet sich auch die Tierwelt der jeweiligen Gebiete. Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel, Zebras, Giraffen, Krokodile, mehrere Antilopenarten und viele weitere Tiere können gesichtet werden. Der Afrikanische Wildhund, der zu den bedrohten Tierarten zählt, kommt hier noch in größeren Rudeln vor. Der Mikumi Nationalpark ist auch bedeutsames Zentrum für die Beobachtung von Primaten, wie etwa den gelben Pavian.
Der Nationalpark ist von einen Bogen aus emporragenden Bergen umgeben, die Mikumi im Norden, Osten und Westen umschließen. Vielleicht liegt es an den Schatten der Berge, welche die Landschaften von Mikumi in ein geradezu magisches Licht tauchen und so die schönsten Farben hervorbringen. Die beeindruckenden Lichtverhältnisse und Farbenpracht werden Fotografen begeistern.
Übernachtung in Stanleys Kopje.
Tag 2: Mikumi NationalparkDen heutigen Tag verbringen Sie mit ausgiebigen Pirschfahrten in Mikumi. Obwohl nicht so bekannt wie sein Nachbar, das Selous Wildreservat, bietet Mikumi einen guten Einblick in die Tierwelt Ostafrikas.
Die Mkata Schwemmebene ist das Herz des Parks. Mit ihrem weiten Horizont und einer reichen Tierwelt, wird sie oft und nicht zu Unrecht mit den berühmteren Ebenen der Serengeti verglichen. Beobachten Sie auf Ihren Pirschfahrten Zebras beim Grasen, staunen Sie über gelegentlich hoch oben in den Bäumen liegende Löwen, durch die Savanne schleichende Leoparden und erspähen Sie durch das offene Grasland ziehende Gnu-, Impala- oder Büffelherden. Entlang des Mkata-Flusses, können Sie Giraffen bei der Futtersuche und mit etwas Glück auch größere Elefantengruppen sehen. Auch die anmutige Elenantilope, die größte Antilope der Welt, mit ihren gedrehten, geraden Hörnern und den für sie typischen hellen Querstreifen auf dem Oberkörper gibt es hier zu sehen. Der Große Kudu und die seltene Rappenantilope, bekannt für das rabenschwarze Haarkleid der Männchen und ihre stark gekringelten, halbkreisförmig nach hinten geschwungenen Hörner, leben in den von Miombo-Wäldern bedeckten, flacheren Abschnitten der Berge. Mehr als 400 Vogelarten sind im Parks heimisch, unter ihnen solch farbige Bewohner wie die Grünscheitelracke, der Gelbkehlpieper und der Gaukler. Während der Regenzeit gesellen sich Scharen von europäischen Zugvögeln zu ihnen. Hauptattraktion der zwei Wasserstellen nördlich des Parkeingangs sind die Flusspferde, die dort in Gesellschaft ständig wechselnder Wasservogelpopulationen leben.
Übernachtung in Stanleys Kopje.
Tag 3: Tagesexkursion zu den Udzungwa MountainsHeute unternehmen Sie einen Ausflug in den faszinierenden Udzungwa Mountains Nationalpark. Die Fahrt zu den Udzungwa Mountains dauert etwa 1½ Stunden.
Ursprünglich, abgelegen und uralt - Die bewaldeten Udzungwa Mountains sind ein magischer und reizvoller Ort, ein unberührtes, grünes Paradies durchzogen von urzeitlicher Natur und Heimat vieler endemischer Tier- und Pflanzenarten. Dank der großen Vielfalt an Lebensräumen zählen die Udzungwa Mountains zu den Gebieten mit der höchsten Biodiversität auf dem gesamten Kontinent. Mehr als 25% aller Pflanzenarten sind endemisch und nirgendwo sonst auf der Welt zu finden.
Udzungwa mag kein typisches Ziel für Safaris sein, dafür aber ein Anziehungspunkt für Wanderer und Naturliebhaber. Der Nationalpark bietet ein außergewöhnlich gutes Netz von Waldwegen. Innerhalb des Parks gibt es keine befahrbaren Wege, daher sind nur Wanderungen durch den Regenwald möglich. Wir unternehmen eine Wanderung durch die unberührte Natur, vorbei an bis zu 30m hohen Bäumen und mit Blick auf das lückenlose Blätterdach des uralten Waldes, bis zu den beeindruckenden Sanje Wasserfällen, die knapp 170 Meter in die Tiefe stürzen. Von hier oben können Sie einen wunderbaren Blick auf das darunter liegende Rift Valley genießen. Die Wandertour führt teilweise über steile Passagen. Alternativ sind auch kürzere Wanderungen möglich. Unterwegs können Sie die einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Udzungwa Mountains näher kennen lernen. Mit ein bißchen Glück können Sie Zwerggalagos, geradezu winzige Primaten mit riesigen Knopfaugen, inmitten der dichten, ursprünglichen Natur erspähen.
Anschließend Rückkehr in den Mikumi Nationalpark und Übernachtung in Stanleys Kopje.
Tag 4: Mikumi - Ruaha NPAm Morgen unternehmen Sie eine weitere Pirschfahrt und genießen ein letztes Mal die reiche Tierwelt und natürliche Schönheit von Mikumi. Anschließend werden Sie zur Flugpiste gebracht und fliegen von Mikumi weiter in den Ruaha Nationalpark. Sie werden an der Landebahn empfangen und zur Ruaha River Lodge gebracht. Am Nachmittag unternehmen Sie eine Pirschfahrt und bekommen einen ersten Einblick in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt des riesigen Schutzgebiets.
Im Ruaha erwartet Sie eine außergewöhnliche Vielfalt von Lebensräumen. Die Vegetation reicht von Baumsavannen, halbtrockenen Ebenen mit Baobab-Bäumen über grüne Miombo-Wäldern bis hin zu zerklüfteter Flusslandschaft.
Die Flusstäler beeindrucken mit Akazien, Tamarindenbäumen, Palmen sowie offenem Grasland. Das hügelige Plateau des Parks ist bedeckt mit Affenbrotbäumen, Waldland und vereinzelten Akazienbäumen. Auch die Flora des Parks wird Sie beeindrucken, es gibt mehr als 1400 verschiedene Pflanzenarten, viel mehr als in der Serengeti, wo es lediglich 600 verschiedene Arten gibt. Inmitten dieser friedlichen Landschaft können Sie elegant wirkende Giraffen bei der Futtersuche, dicht aneinander gedrängte Elefantenherden, die sich schützend um ihre Jungen scharen oder einzelne Zebras, die sich unter Einsatz ihres Lebens den Weg zu den verstreuten Wasserlöchern bahnen um einen Schluck des lebenswichtigen Guts zu erhaschen, beobachten.
Übernachtung in der Ruaha River Lodge.
Die Lodge befindet sich in einer außergewöhnlich guten Lage in einer Biegung des großen Ruaha River und bietet wunderbare Ausblicke auf den Fluss, der von vielen Tieren zum Trinken aufgesucht wird. Von der Lodge aus können Sie ganz entspannt die Wildtiere des Parks beobachten. Zahlreiche Flusspferde und Krokodile leben im Fluss und mit etwas Glück können Sie sogar Löwen und Leoparden von der Lodge aus beim Jagen beobachten.
Tag 5-6: Ruaha NationalparkDie nächsten zwei Tage verbringen Sie mit ausgiebigen Wildbeobachtungen im Ruaha Nationalpark.
Auf Ihren Pirschfahrten können Sie pure Wildnis beobachten: größere Löwenrudeln, durch die weite Savanne preschende Geparden und den anmutigen Leoparden, der sich, durch das Dickicht geschützt, auf die Lauer legt. Ruaha ist insbesondere für seine riesige Elefantenpopulation bekannt, Ihre Chancen einen "gewichtigen" Vertreter der "Big Five" zu sichten sind also garantiert. Neben einer großen Vielfalt an Antilopen, können Sie geschickte Jäger wie den vom aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhund oder das lautlos im Flusswasser lauernde Krokodil, Nilpferde, Hyänen und Schakale erspähen. Bemerkenswert ist das Großen Kudu, welches bekannt für seine korkenzieherförmigen Hörner. Es ist auch das Tiersymbol des Parkemblems von Ruaha. Für Vogelliebhaber und Ornithologen ist der Nationalpark ein wahres Paradies. Schätzungen gehen von etwa 500 Arten aus, darunter farbenprächtige Dreifarben-Glanzstar, Kaffernhornraben, Zwereisvogel und mächtige Schreiseeadler.
Während der langen Trockenzeit konzentriert sich die reiche Tierwelt von Ruaha entlang des Great Ruaha Flusses und den wenigen verbliebenen Wasserlöchern. Daher sind Tierbeobachtungen zu dieser Zeit besonders leicht. Nach dem Einsetzen der Regenzeit jedoch verwandelt sich der Park in eine völlig neue Welt; die Blätter der Bäume brechen hervor und tauchen die magische Landschaft in ein sanftes Grün, der Ruaha River schwillt zu einem reißenden Fluss empor.
Übernachtung in der Ruaha River Lodge.
Tag 7: Ruaha - SelousAm Morgen unternehmen Sie eine weitere Pirschfahrt durch den Ruaha Nationalpark. Nach dem Mittagessen heißt es Abschied nehmen. Von Ruaha fliegen Sie weiter in den Selous. Nach einem ca. 2-stündigen Flug erreichen Sie den Mtemere Airstrip. Sie werden an der Landebahn empfangen und in das Rufiji River Camp gebracht. Am Nachmittag unternehmen Sie dann Ihre erste Pirschfahrt durch das riesige Selous Reservat.
Seit 1982 gehört Selous zum Weltnaturerbe und ist etwa viermal so groß wie die berühmte Serengeti. Es ist allerdings nur der nordöstliche Teil des Selous nördlich des Rufiji Flusses für Pirschfahrten zugelassen. Hier leben große Elefanten- und Büffelherden, Giraffen, Zebras, Impals, Flusspferde und Krokodile. Bemerkenswert ist das große Vorkommen der seltenen afrikanischen Wildhunde und vielen Löwen.
Das Landschaftsbild ist faszinierend. Das Gebiet ist meist flach bis sanfthügelig und typisch für die Landschaften des Selous ist der Miombo Trockenwald, der rund dreiviertel des Parks belegt. Gras- und Sumpflandschaften mit Akazienhainen und Affenbrotbäumen dominieren im nördlichen Gebiet. Der Selous wird vom mächtigen Rufiji River durchzogen, dessen zahlreiche Flussarmen und Kanälen sich gemächlich durch das Reservat schlängeln. Eine Fluss-Safari auf dem Rufiji ist immer ein Erlebnis. Neben neugierigen Flusspferden und auf der Lauer liegenden Krokodilen, können Sie auch zahlreiche Wasservögel beobachten.
Übernachtung im Rufiji River Camp.
Tage 8-9: Selous WildreservatDie nächsten zwei Tage verbringen Sie mit ausgiebigen Wildbeobachtungen im Selous.
Auf Ihren Pirschfahrten können Sie neben Gnus, Wasserböcken, eleganten Elenantilopen, Warzenschweinen und Zebras auch geschickte Jäger wie den anmutigen Leoparden und Fleckenhyänen sowie über 400 verschiedene Vogelarten und Reptilien wie Krokodile und Schlangen in freier Wildbahn beobachten. Auch Antilopen mit ihren großen Knopfaugen und anmutigen, athletischen Sprüngen, riesige Elefantenherden, Giraffen und Büffel bieten einen häufigen Anblick.
Selous ist zudem einer der wenigen Orte in Afrika, an dem Sie den bedrohten Afrikanischen Wildhund in seiner natürlichen Umgebung sehen können. Mit über 1000 Tieren beherbergt Selous den größten Bestand des gesamten Kontinents. Dank der großen Ausdehnung des Reservats sind die Wildtiere in teilweise sehr großen Gruppen zu sehen. Die Sandbänke, Seen, Inseln und Kanäle von Selous sind zudem Heimat für über 400 verschiedenen Vogelarten, darunter sehr seltene Arten wie die Bindenfischeule und der Weißrückenreiher. Mit etwas Glück, können Sie sogar einen der scheuen, durch die Wildnis des Reservats pirschenden Geparde oder die relativ seltene Rappenantilope, bekannt für das rabenschwarze Haarkleid der Männchen und ihre stark gekringelten, halbkreisförmig nach hinten geschwungenen Hörner, inmitten der ursprünglichen Natur von Selous erspähen.
Übernachtung im Rufiji River Camp.
Tag 10: Selous - Dar es SalaamSie unternehmen am Morgen einen letzten Ausflug und genießen noch einmal die natürliche Schönheit und reiche Tierwelt von Selous. Anschließend werden Sie zur Flugpiste gebracht und fliegen zurück nach Dar es Salaam, wo Ihre Safari endet.