Ausführlicher Reiseverlauf:
Tag 1: Caracas
Der heutige Tag dient der Anreise in Caracas, daher sind keine festen Aktivitäten geplant. Nutzen Sie die Gelegenheit um sich einen ersten Eindruck von der Stadt und ihren Attraktionen zu verschaffen. Am Abend findet ein Willkommenstreffen im Hotel statt.
Für kurze Zeit wurde Venezuela stark durch den Erlös aus dem Ölgeschäft beeinflusst. Das Öl machte das Land zu einer der reichsten Nationen Südamerikas. Als Resultat davon, verfügt Venezuela heute über ein sehr gutes Straßennetzwerk, moderne Architektur und eine gut entwickelte Tourismus-Infrastruktur. Aber auch heute noch leben zahlreiche Menschen ihr traditionelles Leben weiter. Einige indianische Gruppierungen haben sich noch nicht von der eindringenden Zivilisation beeinflussen lassen. Dazu gehören auch die mysteriösen Yanomami, die entlang der Grenze zwischen Venezuela und Brasilien leben und über eine steinzeitliche Kultur verfügen.
Tag 2: Ciudad Bolivar
Ciudad Bolivar wurde 1764 gegründet. Die Kolonialstadt ist von einer revolutionären Geschichte durchdrungen und befindet sich am Ufer des Orinoco, etwa 420kn vom Atlantik entfernt. Es war diese Stadt, in der Simon Bolivar, 1817 seine Basis für militärische Operationen gegen die Spanier einrichtete. Bolivar wurde durch seine Rolle bei der Befreiung Südamerikas von der Herrschaft der Spanier als "El Libertador" bekannt.
Die Stadt liegt auf einer felsigen Anhöhe am engsten Punkt des Orinoco Fluss, hunderte Meilen von den größeren Bevölkerungszentren entfernt. Sie verbrachte den größten Teil ihrer Geschichte als verschlafene Hafenstadt, bis sie plötzlich und völlig unerwartet zu dem Ort werde sollte, an dem sich das Schicksal des Landes und des gesamten Kontinents entscheiden sollte. Als Bolivars Basis eingerichtet war, schlossen sich die Britischen Legionäre mit den Streitkräften Bolivars zusammen und machten sich gemeinsam auf den schweren Weg über die Llanos Ebenen und die Anden hinauf, um die Unabhängig Kolumbiens zu sichern. 1819 tagte ein Kongress in Ciudad Bolivar, auf dem Simon Boliver die Unabhängig von Großkolumbien, der vereinigten Republik aus Venezuela, Kolumbien und Ecuador, erklärte.
Heute leben in Ciudad Bolivar, der Hauptstadt des Bundesstaates Bolívar, etwa 300 000 Einwohner. Die Stadt hat sich die alte Atmosphäre einer Hafenstadt bis heute erhalten und die Architektur aus 50 Jahren Kolonialzeit ist noch immer in der gesamten Stadt offensichtlich. Die Stadt gehört zu den beliebtesten Zielen von Reisenden, zum einen wegen der Stadt selbst und zum anderen, weil sie als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Angel Falls dient.
Tag 3-4: Canaima Nationalpark / Angel Falls
In einem Ultraleichtflugzeug (inklusive) machen wir uns auf den Weg in das Herz des Canaima Nationalparks für einen Besuch der höchsten Wasserfälle der Welt. Mit einer Gesamthöhe von 978m und dem höchsten freifallenden Wasserfall der Welt (807m), sind die Angel Falls 16 Mal höher als die Niagara Fälle. Die zwei Tage, die wir hier verbringen, geben uns genug Zeit, die Angel Falls, die herrlichen Flussufer und zahlreichen Wanderwege des Parks zu erkunden.
Der Canaima Nationalpark ist für seine außergewöhnliche Landschaft bekannt, darunter die Tafelberge (Tepuis) und Wasserfälle. Die Tepuis sind die Überreste des ursprünglichen Sandgesteins, das die Region vor Millionen Jahren bedeckte. Als der Sandstein erodierte, blieben nur diese "Felsinseln" übrig. Die Tepuis sind von Gras, Büschen und Blumen umgeben und jeder Berg hat ein eigenes charakterisches Pflanzenleben entwickelt. Da überrascht es nicht, dass dies der Ort ist, an dem weltweit der höchste Anteil an endemischer Flora und Fauna zu finden ist.
Die Angel Falls stürzen von einem dieser Tepuis, dem herzförmigen Berg Auyantepui, in die Tiefe. Der Auyantepui ist mit einer Fläche von 700km² einer der größten Tepuis der Region. Der Wasserfall ist der zentrale Teil des Felsen und stürzt in den Cañón del Diablo (Devils Canyon) hinab. Der Wasserfall wurde nach dem amerikanischen Buschpiloten Jimmie Angel benannt, der 1937 auf der Suche nach Gold auf dem Tepui landete. Das Flugzeug steckte jedoch in der sumpfigen Oberfläche fest und machte einen Start unmöglich. Er, seine Frau und die zwei Begleiter machten sich zu Fuß auf den Weg durch das raue, unbekannte Terrain bis an den Rand des Plateaus, stiegen die nahezu vertikale Felswand hinab und kehrten nach einer 11-tägigen Odysee in die Zivilisation zurück.
Tag 5: Santa Elena
Wir reisen Richtung Süden in die Grenzstadt Santa Elena. Die Stadt wurde 1924 gegründet und begann erst mit dem Fund von Diamanten in den 1930er Jahren sich zu entwickeln. Bis zur Erföffnung des Highway 1990 blieb das Dorf allerdings relativ klein. Die Stadt verfügt, dank seiner stattlichen Anzahl an grenzüberschreitenden Einwohnern, über einen brasilianischen Flair. Der heutige Tag steht Ihnen zum Entspannen und Erkunden der Stadt frei.
Tag 6-7: Gran Sabana Exkursion
Heute beginnen wir mit der Erforschung von La Gran Sabana. Auffällige "Tepuis" dominieren den Horizont der Region. La Gran Habana ist ein weites, Gras bedecktes Hochland in der südöstlichen Ecke des Landes. Die Sabana bedeckt eine Fläche von 35 000 km² und ist die traditionelle Heimat der Pemón. Die Pemón leben in vereinzelten Dörfern und Ortschaften und machen den Großteil der kleinen Bevölkerung aus. "Tepui" ist das Pemón Wort für Berg. Mehr als 100 Tepuis sind in dieser Umgebung zu finden, von der kolumbianischen Grenze im Westen bis nach Guyana und Brasilien im Osten. Der größte Teil der Tepuis befindet sich jedoch in der Gran Sabana.
La Gran Sabana ist auch für ihre herrlichen Flüsse und Wasserfälle bekannt. Vor nicht allzu langer Zeit, war Gran Sabana noch nicht über Land erreichbar. Dies wurde erst mit dem der Bau der Straße zwischen El Dorado und Santa Elena (320 km) im Jahre 1973 möglich. Erst 1990 wurde der letzte Teil der Straße fertiggestellt. Heute gehört sie zu den besten und spektakulärsten Straßen des Landes.
Tag 8-9: Orinoco Delta Exkursion
Mit einer Fläche von etwa 25 000 km² ist das Orinoco Delta nach dem Amazonas das zweitgrößte Delta des Kontinents. Der Fluss spaltet sich in 40 größere Kanäle auf, die alle im Atlantik münden. Ihre Mündungen erstrecken sich auf einen 360 km langen Küsteabschnitt. Der südlichste Kanal, Rio Grande, ist der Hauptkanal und wird von Ozeandampfern genutzt, die flussaufwärts nach Ciudad Guayana fahren. Das Klima innerhalb des Deltas ist heiß und feucht, mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 26 C°.
Das Delta ist Heimat der Warao, was übersetzt so viel wie "Kanu-Menschen" bedeutet. Die Warao sind nach den Guajiro die zweitgrößte indigene Gruppe des Landes. Sie leben in Häusern auf Stelzen entlang der Flussufer und sind weitgehend vom Fischfang abhängig. Während unserer Flussfahrt in die Tiefen des Deltas, treffen wir auf diese Menschen und erhalten einen einzigartigen Einblick in ihre Lebensweise.
Die Nacht verbringen wir in Tucupita, der Basis für unsere Exkursion in das Delta. Tucupita ist das urbane Zentrum des Orinoco Delta, mit einer Einwohnerzahl von 60 000. Die Stadt entstand in den 1920er Jahren als eine der zahlreichen Kapuziner-Missionen, die im Delta gegründet wurden um die Einwohner zum Christentum zu bekehren.
Tag 10: Caripe
Ein kurzer Stopp in Caripe gibt uns die Möglichkeit die berühmte Guácharo Höhle zu besichtigen (optional). Die Höhle ist für ihr einzigartiges Tierleben bekannt. Gehen Sie reiten oder genießen Sie den delikaten Kaffee und die Erdbeeren der Region. Die Wahl bleibt Ihnen überlassen!
Tag 11-13: Santa Fe / Mochima Nationalpark
Für die nächsten drei Tage können Sie sich in Santa Fe entspannen oder eine Bootstour in den Mochima Nationalpark unternehmen, einer Ansammlung kleiner idyllischer Inseln vor der Nordküste Venezuelas. Die Inseln, ihre herrlichen Strände und das Meerwasser bieten exzellente Gelegenheiten zum Schnorcheln, Schwimmen oder für Bootsfahrten.
Tag 14: Caracas
Die Hauptstadt Venezuelas entwickelte sich im Laufe ihrer Geschichte nur sehr langsam. Dann kam das Öl und alles veränderte sich in Lichtgeschwindigkeit. Während der letzten 50 Jahre stieg die Bevölkerungszahl der Stadt von 350 000 auf nahezu fünf Millionen. Das Geld aus der Ölindustrie wurde zur Modernisierung genutzt und machte Caracas zu einer modernen, aber auch kontrastreichen Stadt.
Caracas befindet sich in einem Tal auf 900m Höhe. Daher herrscht in der Stadt ein angenehmes, relativ trockenes und sonniges Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22C°.
Wir kehren für letzte Einkäufe, einen Besuch in den Museen oder Kirchen der Stadt oder einen Spaziergang über den historischen Plaza Bolivar nach Caracas zurück.
Tag 15: Caracas
Heute endet unsere Tour.