Ausführlicher Reiseverlauf:
Tag 1: Santiago
Der erste Tag dient der Anreise in Santiago, daher sind keine festen Aktivitäten geplant. Bringen Sie Ihr Gepäck im Hotel unter und genießen Sie die Attraktionen der Stadt.
Chile umfasst ein enges Stück Land zwischen dem Pazifik und den hohen Gipfeln der Anden. Mit einer Breite von 180 km und einer 4300m langen Küstenlinie, umfasst Chile die weltweit trockenste Wüste - die Atacama Wüste im Norden des Landes, das landwirtschaftlich reiche Zentraltal, Schnee bedeckte Vulkane, Wälder, ruhige Seen sowie Gletscher und Fjorde im Süden.
Santiago ist die größte und zugleich Hauptstadt des Landes. In unmittelbarer Nähe befinden sich international angesehene Weingüter und Skirresorts. Erkunden Sie die vielen Museen und Parks und besuchen Sie den lebhaften Bezirk Bellavista um einige interessante Kunsthandwerke und trendige Cafés zu besuchen. Tagesausflüge schließen einen Trip nach Valparaiso und Viña del Mar sowie einen Ausflug zur Isla Negra mit ein.
Obwohl sich Santiago auf ein riesiges Gebiet erstreckt, ist der zentrale Kern der Stadt relativ klein. Er besteht aus einem etwa dreieckig geformten Gebiet, das im Norden an den Río Mapocho, im Westen an die Via Norte Sur und im Süden an die Avenida del Libertador General Bernardo O'Higgins grenzt. Zentrum des Dreiecks ist der Plaza Baquedano, wo die O'Higgins zwei weitere von Santiagos Hauptverkehrsstraßen, die Avenida Providencia und Vicuña MacKenna, kreuzt.
Zentrum dieses Dreiecks bzw. der Kreuzung ist der Plaza de Armas, der Hauptplatz von Santiago, der im Norden an das Postamt und im Westen an die Kathedrale grenzt. Die Straßen zwischen dem Plaza de Armas und der O'Higgins sind gesäumt von Geschäften, Restaurants, Snack und Fast Food Bars, Kinos, teuren Hotels und Bürogebäuden. Der Präsidentenpalast, La Moneda, befindet sich auf der Avenida Moneda mit Blick auf den Plaza de la Constitución. In der Nähe des Plaza de Armas befindet sich das Gebäude des Nationalkongresses. Einer der Hauptparks der Stadt, Cerro Santa Lucía, befindet sich ebenfalls innerhalb des Dreiecks. Der andere Hauptpark der Stadt ist der Cerro San Cristobal oder auch Huelén in der Sprache der Mapuche. Ebenfalls empfehlenswert ist das "Paris Viertel" der Stadt, Bella Vista. Hier finden sich landschaftlich schöne Parks und Gärten und eindrucksvolle Blicke über die Stadt, einschließlich der Schnee bedeckten Gipfel der Anden (vorausgesetzt das Wetter und der dichte Smog erlauben es).
Tag 2-4: Puerto Montt
Flug Richtung Süden nach Puerto Montt und den herrlichen Lake District, wo Ihnen einige Tage zur Erkundung zur Verfügung stehen. Optionale Aktivitäten schließen Tagestouren nach Chiloe Island, den am See gelegenen Dörfern von Frutillar oder Wanderungen in den Bergen um den Vulkan Osorno herum mit ein.
Es gibt nur wenige Regionen in der Welt, die es mit der landschaftlichen Schönheit des chilenischen Lake District aufnehmen können. Der Lake District erstreckt sich südlich des Rio Toltén bis in die Provinzen Valdivia, Osorno und Llanquihué. Hier findet man alles von Schnee bedeckten Bergen, tiefblauen und smaragdfarbenen Seen, über Vulkane und Wälder bis hin zu majestätischen Gletschern. Die Region gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Zielen für einheimische Touristen, Besucher jenseits der Anden und aus der gesamten Welt.
Die Architektur der Region ist einzigartig. Ältere Strukturen aus Holz gleichen den Kirchen des 19. Jahrhunderts und Häusern, wie sie in Zentraleuropa zu finden sind. Dies rührt von der großen Zahl an Immigranten her, die größtenteils aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien stammen und sich in dieser Region niedergelassen haben. Diese Tatsache spiegelt sich auch in der regionalen Küche wider. Zahlreiche Restaurants spezialisieren sich auf Kuchen und anderen Backspezialitäten. Meeresfrüchtespezialitäten gibt es hier ebenfalls im Überfluss. Von besonderem Interesse für Besucher ist der Chilote, ein herzhafter Meeresfrüchte-Eintopf!
Tag 5-7: Schifffahrt durch die Chilenischen Fjorde
Drei Tage und Nächte verbringen wir mit der Fahrt durch die Fjorde und Kanäle Chiles, von Puerto Montt nach Puerto Natales. Schnee bedeckte Berge, Wasserwege gesäumt mit Eisbergen und Inseln und eine einzigartige Meeresfauna macht diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis und einem Höhepunkt unserer Rundreise.
In Puerto Montt begeben wir uns an Bord unseres Expeditionsschiffes. Wir bestaunen den spektakulären Ausblick auf die Vulkane Osorno und Calbuco und die noch eindrucksvolleren Landschaften zwischen dem Chiloé Archipel und dem Festland. Machen Sie sich bereit die rauen Wasser des Golfo de Penas zu betreten, der Ihre Segeltauglichkeit auf die Probe stellen wird und genießen Sie die ruhigeren Wasser des Messier Kanals und der Angostura Inglesa, einer Passage, die so eng ist, dass man zu zweifeln beginnt, ob sie für unser Schiff auch wirklich groß genug ist...
Wir reisen weiter nordwärts durch enge Fjorde und vorbei an Inseln, die vornehmlich aus Regenwald bestehen und kaum von Menschen aufgesucht werden. Wasserfälle stürtzen von Berggipfeln hinab in die Tiefe, aber in den engen Fjorden kann nichts und niemand die allumfassende Stille stören. Am Ende unserer Fahrt erreichen wir das Tor zum südlichen Patagonien, die Stadt Puerto Natales.
Tag 8: Puerto Natales
Puerto Natales ist der Eingang zum Torres del Paine Nationalpark. Wandern Sie in der Umgebung und erkunden Sie diese kleine Fischerstadt, bevor es weiter in den Nationalpark geht. Lagern Sie das Gepäck, das Sie nicht für die die Wanderung im Nationalpark benötigen, ein und genießen Sie die herrliche Kulisse.
Puerto Natales ist eine farbenprächtige Stadt und liegt an einer Meerenge, der Seno de Ultima Esperanza. Heute beziehen die meisten Einwohner der Stadt ihren Lebensunterhalt aus dem Tourismus. Die umliegende Landschaft aus Vorbergen und Bergen ist ein wahres Paradies für Entdecker und der ideale Ausgangspunkt für Exkursionen in den Torres del Paine Nationalpark.
Tag 9-12: Torres del Paine Nationalpark
Worte allein können die Schönheit und majestätische Pracht des weltbekannten Nationalparks nicht beschreiben. Nur wenige Menschen haben die Möglichkeit dieses Gebiet zu Gesicht zu bekommen und diejenigen, die die Gelegenheit dazu bekommen, schwärmen von der lebendigen Farbenpracht und Ruhe des Nationalparks. Wir verbringen fünf Tage in diesem spektakulären Park und genießen die atemberaubenden Aussichten. Zudem besuchen wir die Serrano und Last Hope Meerenge für eine etwas andere Perspektive dieser Region. Der Großteil der Campingausrüstung wird zur Verfügung gestellt und alle Mahlzeiten (und Koch) während des Aufenthaltes im Nationalpark sind inklusive. Die Wanderungen sind mittelschwer und führen uns entlang gut markierter Wege. Sie sollten mit ca. 5-8 Stunden täglich rechnen.
Die Granittürme von Paine ragen auf majestätische und eindrucksvolle Weise in den Himmel empor. Trotz der fast immer vorhandenen Sommerwinde, gehört dieser Park zu den besten Trekkinggebieten von ganz Chile. Ausgestattet mit Bergen, glitzernden Seen, Wasserfällen und Gletschern sowie einer einzigartigen Tierwelt, darunter Kondore und Flamingos, machen den Nationalpark zu einer der größten Attraktionen weltweit.
Der Nationalpark wurde 1959 als Parque Nacional Lago Grey errichtet. Vor dieser Zeit ließen Cowboys hier ihre Herden grasen und gelegentliche Feuer sorgten für große Verwüstungen. Diese Verwüstungen reichten bis zum Lago Grey. Große Gebiete aus verbranntem Wald und verkohlten Baumstämmen sind bis zum heutigen Tag sichtbar. 1962 wurde die Fläche des Nationalparks um noch mehr Land erweitert und der Name in den heutigen geändert. Der Torre Sur ragt 2900m über dem Meeresspiegel empor, der Torre Central 2850m und der Torre Norte immerhin noch 2600m. Die Cuernos del Paine, massive Blöcke verschiedener Felsschichten schon aus großer Entfernung sichtbar, sind nicht weniger spektakulär als die Granittürme selbst. Wir verbringen die nächsten Tage mit Wanderungen und Camping innerhalb des Parks, besichtigen die weltberühmten "Torres del Paine"-Türme, den Grey Gletscher und das French Valley, bevor wir uns auf den Rückweg nach Puerto Natales machen. Nachdem wir den Park verlassen haben, verbringen wir die 12. Nacht in Puerto Natales.
Tag 13: Punta Arenas
Punta Arenas ist die südlichste Stadt des Landes und liegt gegenüber der Magellan-Straße. Sie haben ausreichend Zeit zur Verfügung eine optionale Bootsexkursion auf der Magellan-Straße zu unternehmen, um die Pinguine zu beobachten, die die Inseln von Feuerland zu ihrer Heimat erklärt haben. Vergessen Sie auf keinen Fall die Meeresfrüchte der Region zu kosten, sie gehören zu den Besten des Landes!
Etwas westlich der Magellan-Straße gelegen, gilt Punta Arenas als das Tor zum südlichen Teil Patagoniens. Punta Arenas war einst ein bedeutender Hafen entlang der "California Gold Rush Route" und ein Ausgangspunkt für den Export von Wolle.
Etwa 100 000 Menschen leben in Punta Arenas. Die Entdeckung von vor der Küste gelagerten Öl- und Gasvorkommen und verstärkt aufkommender Abenteuertourismus haben maßgeblich zur jüngeren Entwicklung der Stadt beigetragen. Dennoch aber sind und bleiben die traditionellen Schafzüchtereien ein bedeutender Teil von Wirtschaft und Kultur. Punta Arenas ist eine relativ große und gut entwickelte Stadt. Monumente der frühen jugoslawischen Siedler, kühnen Farmern und Entdeckern, die den Grundstein für die Stadt legten, sind überall in der Stadt verteilt.
Tag 14: Santiago
Rückflug nach Santiago. Die Tour endet bei Ankunft am Flughafen von Santiago.