Kilimandscharo Besteigung via Umbwe Route Tansania

Kilimandscharo Besteigung via Umbwe Route

  • Trekkingtour auf einer der anspruchsvollsten Route am Kilimandscharo vom tropischen Bergregenwald bis zu den Gletschern am Gipfel
  • Herausfordernde Bergwanderung mit fantastischen Panoramen
  • Wanderung durch verschiedene Klimazonen
  • Wanderung auf selten begangener Route durch ursprünglichen Regenwald an den ersten beiden Aufstiegstagen
  • Campingroute mit Übernachtungen in hochwertigen Bergzelten
  • Überblick
  • Leistungen
  • Reiseverlauf
  • Termine & Preise
  • Zusatzinformationen
  • Kundenstimmen (2)
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8 Tage Tansania

ab  1.700 € Anfragen oder buchen

Die Umbwe Route ist einer der anspruchsvollsten, aber spektakulärsten und direktesten Wege zum Gipfel des Kilimandscharo. Mit Anstieg über die Western Breach ist es auch die kürzeste Route zum Gipfel. Diese Route empfehlen wir nur ambitionierten Wanderern mit Höhenerfahrung und sehr guter Kondition.

Bitte beachten Sie auch unsere allgemeine Infoseite zum Thema:
Wissenswertes zu unseren Kilimanjaro-Trekkingtouren

1.Tag: Kilimanjaro Airport / Moshi
2.Tag: Moshi - Umbwe Gate - Umbwe Camp (2.950 m)
3.Tag: Umbwe Camp - Barranco Camp (3.965 m)
4.Tag: Barranco Camp - Karanga Valley (3.950 m)
5.Tag: Karanga Valley Camp - Barafu Camp (4.600 m)
6.Tag: Gipfeltag! Uhuru Gipfel - Mweka Camp (3.100 m)
7.Tag: Mweka Camp - Moshi
8.Tag: Moshi / Kilimanjaro Airport

Leistungen enthalten

Kilimanjaro Besteigung via Umbwe Route mit Abstieg via Mweka Route (6 Tage/5 Nächte), 2 Hotel-Übernachtungen in Moshi, Transfer von Moshi zum/vom Nationalpark-Gate, sämtliche Nationalpark- und Campinggebühren, Bergrettungsgebühr (Landweg), Campingausrüstung (Zelte, Matten etc.) außer Schlafsack, Kilimanjaro Trekking-Karte GPS-kompatibel (Harms Verlag), 20-seitige Infobroschüre zur Vorbereitung auf die Kilimandscharo Trekkingtour

Leistungen nicht enthalten

Internationale Flüge (gerne über uns buchbar), nicht genannte Mahlzeiten und Getränke, Visum Tansania (z.Zt. USD 50), Trinkgelder, Schlafsack, persönliche Ausgaben, Reiseversicherungen

Unterbringung

5 Übernachtungen in hochwertigen Bergzelten während der Kilimandscharo Trekkingtour (2-Personen-Zelte)
2 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotel in Moshi (Doppelzimmer)

Gegen Aufpreis ist auch die Buchung eines Einzelzimmers bzw. Einzelzeltes möglich. Auf Wunsch kann auch die Unterbringung im halben Doppelzimmer bzw. 2-Personen-Zelt gebucht werden. Sollte es nicht möglich sein Sie mit einem weiteren Teilnehmer unterzubringen, so wird der Einzelzimmer-Zuschlag berechnet.

Einzelzimmer-Zuschlag Hotel: 50 Euro
Einzelzelt-Zuschlag Trekkingtour: 50 Euro

Verpflegung

3 Mahlzeiten pro Tag und Trinkwasser während der Kilimandscharo Besteigung. Frühstück inklusive bei Hotelübernachtung

Tourbegleitung

Bei der Kilimandscharo Besteigung via Umbwe Route werden Sie von einem lizenzierter, bergerfahrenen und englischsprachigen Bergführer, einem Assistenz-Bergführer sowie Trägern und Koch begleitet.

Transportarten

Minibus, Zu Fuß

Zusätzliche Übernachtungen

Bitte kontaktieren Sie uns - wir beraten Sie gerne.

Flughafentransfer

inklusive ab/bis Kilimandscharo Flughafen

Optionale Ausflüge / Zusatzleistungen

Nationalpark Safari im Anschluss an Ihre Trekkingtour oder Badeaufenthalt Sansibar / Mombasa. Bitte kontaktieren Sie uns - wir beraten Sie gerne!
1. Tag: Kilimanjaro Airport / Moshi
Individuelle Anreise zum Kilimanjaro Airport. Begrüßung am Flughafen durch unseren örtlichen Repräsentanten. Transfer zum Hotel in die Stadt Moshi, die am Fuße des Kilimandscharo liegt. Am Nachmittag erfolgt das Vorbereitungsgespräch zur Trekkingtour mit dem Bergführer. Sollten Sie noch Ausrüstungsgegenstände benötigen, dann können Sie diese in unserem örtlichen Büro ausleihen. Genießen Sie von der großen Aussenterrasse die ersten Ausblicke auf den "Kili".

Übernachtung: Parkview Hotel

2. Tag: Moshi - Umbwe Gate - Umbwe Camp (2.950m)
Frühstück und Einweisungsgespräch für die bevorstehende Kilimandscharo Besteigung via Umbwe Route. Nicht benötigtes Gepäck können Sie im Hotel sicher deponieren. Sie fahren zusammen mit dem Bergfüher zum Umbwe Nationalpark Gate (1.800m). Die Umbwe Route folgt anfangs einem sanft ansteigenden Waldpfad, der durch Urwald mit einer faszinierenden Pflanzenvielfalt führt. Der Weg wird immer enger und steiler, wenn Sie die Bergkette zwischen dem Lonzo und Umbwe Fluss hinaufklettern. Der erste Zeltplatz befindet sich im Wald, in einem steilen, stufenförmigen Gelände (4-5 Std. Wanderung).

Übernachtung: Zelt
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

3. Tag: Umbwe Camp - Barranco Camp (3.965 m)
Kurz nachdem Sie den Zeltplatz verlassen haben hört der Wald auf und der Pfad führt entlang eines engen, spektakulären Bergkammes. Sie kommen in eine Moorlandschaft und ein freies Gelände mit Riesensenecien und Lobelien. Vom Umbwe Bergkamm geht der Weg leicht hinunter zur Barranco Hütte und unserem Zeltplatz im Tal.

Übernachtung: Zelt
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

4. Tag: Barranco Camp - Karanga Camp (3.950 m)
Heute überwinden Sie die Barranco Felswand auch "Breakfast" genannt. Ein steiler Aufstieg führt Sie über diese Felsstufe auf ca. 4.300 m. Von oben haben Sie einen atemberaubenden Ausblick auf die gewaltigen Ausmaße des Kibo Kraters. Nach ca. 4-5 Stunden erreichen Sie das Karanga Camp. Es liegt im Karanga Valley mit dem ganzjährig wasserführenden Karanga River. Eine Zwischenübernachtung auf diesem Camp einzulegen ist sehr empfehlenswert, wenn man kein sehr gut trainierter Bergwanderer ist. Diese Vorgehensweise wirkt auch der Höhenkrankheit entgegen.

Übernachtung: Zelt
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

5. Tag: Karanga Valley - Barafu Camp (4.600 m)
Von hier an führt der Pfad steil bergauf. Die Vegetation wird immer spärlicher, jedoch werden Sie mit grandiosen Ausblicken auf den Mount Meru, den Mawenzi und natürlich dem Kibo entschädigt. Der Weg führt weiter stetig bergan durch eine zunehmend graue und steinige Landschaft. Die letzte Übernachtung in großer Höhe erfolgt im Barafu Camp, das auf einer Höhe von 4.600m liegt (4-5 Stunden Gehzeit). Erleben Sie wie die Sonne geht direkt hinter dem Mt. Meru untergeht - ein grandioses Naturschauspiel!

Übernachtung: Zelt
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

6. Tag: Barafu - Uhuru Gipfel (5.896 m) - Mweka Camp (3.100 m)
Die letzte Etappe bis zum Gipfel beginnt bereits kurz nach Mitternacht. Der anstrengendste und zugleich faszinierendste Tag liegt vor Ihnen. Der Weg führt über eine schier endlose steile Geröllhalde, deren Untergrund noch gefroren ist, hinauf zum Stella Point (5.745 m), der sich am Kraterrand befindet. Die Höhe raubt den Atem und die letzten Kräfte. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Uhuru Peak und ein eiserner Wille ist gefragt, um die letzten 150 Höhenmeter (ca. 1 Stunde) zu bewältigen. Entschädigt werden Sie mit einem traumhafte Rundblick und dem wunderbaren Gefühl, den höchsten Punkt Afrikas auf 5.896 Metern erreicht zu haben. Der Abstieg erfolgt über die Mweka Route und der Abschnitt zurück zur Barafu Hut braucht nur etwa die halbe Zeit des Aufstiegs, da der Untergrund nun aufgetaut ist. Sie legen im Barafu Camp eine Mittagspause ein. Der weitere Abstieg zum Mweka Camp auf 3.100 m ist nicht mehr so steil, aber noch sehr lang. Man spürt deutlich, wie die Luft immer sauerstoffreicher wird. Im Mweka Camp angekommen gibt es genügend Zeit sich auszuruhen und Schlaf nachzuholen! (19 km, 10-13 Stunden Gehzeit).

Übernachtung: Zelt
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

7. Tag: Mweka Camp - Moshi
Nach dem Frühstück starten Sie den letzten Abschnitt der Tour. Durch den Regenwald führt der Weg hinab zum Mweka Gate (1.700 m). Sie erreichen den Endpunkt nach ca. 4-5 Stunden (6 km). Sie werden bereits vom Fahrer erwartet und zurück zum Hotel nach Moshi gebracht. Hier können Sie sich von den Anstrengungen der letzten Tag erholen und das Abenteuer Kilimandscharo Revue passieren lassen. Übernachtung im Parkview Hotel.

Übernachtung: Parkview Hotel
Verpflegung: Frühstück, Mittagessen

8. Tag: Moshi / Kilimanjaro Airport
Ihre Kilimandscharo Trekkingtour endet nach dem Frühstück. Transfer zum Flughafen oder individuelle Weiterreise.

Verpflegung: Frühstück
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ANFORDERUNGEN
Für diese Kilimandscharo Besteigung benötigen Sie eine sehr gute Kondition und Ausdauer. Bergsteigerische Vorkenntnisse sind in der Regel nicht nötig. Das Erreichen des Gipfels kann nicht garantiert werden, da es vom Wetter und der persönlichen Leistungsfähigkeit der Teilnehmer abhängt. Die Besteigung ist im April/Mai wegen der großen Regenzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Gruppenermäßigung / Privattour
Der angegebene Preis ist gültig pro Person bei einer Gruppe von 2 Personen. Bei Gruppen ab 3 oder mehr Teilnehmern reduziert sich der Tourpreis. Bitte kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot zu Ihrem Wunschtermin.

ROUTEN-VARIANTE
Auf Wunsch bieten wir Ihnen die Besteigung des Kilimandscharo über die Umbwe Route ab Barranco Camp auch über die "Western Breach Route" an. Dieser Routenabschnitt ist nur für ambitionierte Bergwanderer mit Erfahrung in Höhenwandern geeignet. Details gerne auf Anfrage!
B. Thomé 2015-01-12

Liebe Frau Hils,
Liebe Frau Schartel,
Liebe Frau Zumstein,
da die Zeit sehr schnell vergeht, bin ich seit gestern bereits wieder im Arbeitsalltag. Doch meine Gedanken und Erinnerungen sind noch oft bei meiner Afrikareise und der Tour auf den Kilimanjaro. Es waren ganz tolle, erlebnisreiche, eindrückliche und unvergessliche Tage, welche ich erleben durfte (.. und die ich sofort wieder machen würde). Dazu haben Sie einen ganz großen Beitrag geleistet, wofür ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei Ihnen bedanke. Bis auf wenige Kleinigkeiten hat alles prima geklappt und ich konnte die ganze Reise sehr genießen! Auch mit meinem kurzfristig dazu gestoßenen Reisebegleiter habe ich mich super verstanden und wir sind gute Freunde geworden!

W. Kemeter 2006-12-28

Guten Tag Frau Schau!
Wie ich Ihnen versprochen habe, sende ich Ihnen einen ausführlicheren Bericht von meiner erfolgreichen Kilimandscharo Trekkingtour.

Tag 1, Freitag 09.12.
Abflug von Wien, das Flugzeug musste also schon mal mit Frostschutz abgedampft werden, da es sonst wegen Vereisung der Tragflächen nicht starten konnte. Umsteigen in den Jet 777 von KLM in Richtung Nairobi und 8 Stunden Flug ohne besondere Vorkommnisse, aber ich hatte schon in Wien für einen Platz am Gang gesorgt. Die Versorgung im Flugzeug war sehr gut und ausreichend. Ankunft in Nairobi (liegt auf 1600m Seehöhe), die Uhr hatte ich schon im Jet um 2 Stunden vorgestellt. Bei der Ankunft in Nairobi sah ich schon einen Mann mit meinem Namen auf einer Tafel am Ausgang stehen und auch die Rezeptionistin war persönlich hier und hat mich in ein Taxi zum Hotel gefahren. Auch mein Gepäck war mitgekommen und im Hotel im 10. Stockwerk habe ich zuerst mal geduscht und bin dann ins Restaurant hinunter, wo extra für mich um halb elf Uhr noch etwas gekocht wurde. Im Tanzlokal war am Samstag natürlich Tanz mit infernalisch lauter Musik, aber ich konnte trotzdem schlafen.

Tag 2, Samstag 10.12.
Mit dem Taxi zum Autobusbahnhof, alles bestens organisiert, pünktliche Abfahrt in Richtung Tansania, klimatisierter Bus, aber schlechte Straßen. Ankunft in der Grenzstation Kenia-Tansania, anstellen zur Legitimation und Visa-Kontrolle Kenia, ebenso bei der Tansania-Einreise. Es geht weiter bis nach Arusha, dann Fahrertausch und weiter bis nach Moshi. An der Endstation erscheint ein junger Mann im Bus und ruft meinen Namen aus, organisiert geht es nun in das örtliche Büro von Moja Travel. Hier empfängt mich Mr. Amir und wir unterhalten uns über die bevorstehende Tour via Umbwe-Route und er stellt mich auch gleich meinem Guide Vicent vor. Beide sind bezüglich meines Alters etwas skeptisch, was ich auch verstehen kann, für nächsten Tag wird schon die Tour bzw. der Startzeitpunkt festgelegt und Mr. Amir bringt mich dann zum Hotel, wo ich mich auch gleich wohl fühle. Das Hotel liegt zwar außerhalb von Moshi, ist aber wunderbar ruhig gelegen und mit Blick direkt zum Kibo. Es sind zu diesem Zeitpunkt sehr wenige Gäste hier, ich genieße den Abend und das warme Wetter.

Tag 3, Sonntag 11.12.
10:30 Abfahrt mit einem Toyota Hiace-Allrad, Richtung Kibo, wir sind jetzt vollständig, das sind zwei Träger, der Koch und der Guide, natürlich noch der Fahrer. Die Straße geht in Naturweg über, in Europa sind solche Straßen überhaupt nicht mehr vorhanden, unterwegs Einkehr beim Fleischer um noch Proviant zu bunkern. Das Fahrzeug nickt und kippt von einer Seite zu anderen, taucht in Mulden ein und kämpft sich im Fußgängertempo den oft sehr steilen Weg hinauf, bis wir am Startpunkt beim Nationalpark-Checkpoint in 1800m angelangt sind, Eintragung von Daten wie Passnummer, Alter, usw., die Mannschaft bereitet die Verteilung des Gepäcks auf die einzelnen Träger vor. Um 14:30 geht die Wanderung los, ich habe immer noch 12 Kilo zu tragen. Der Weg geht zuerst sanft und dann immer steiler hinauf, ich bin fasziniert von der der Vielfalt und dem Pflanzenreichtum dieses so interessanten Urwaldes, ein Eldorado für einen Botaniker. Der Weg wird auch immer enger und ist sehr rutschig, da es in diesem Teil fast jeden Tag einen kurzen Regenschauer gibt. Wir über holen zwei Damen, die sich keuchend langsam voran kämpfen, weiter oben ist auch ein Träger von dieser Gruppe, der außer seinem schweren Rucksack noch sechs Gartensessel, wie sie im Hotelgarten verwendet werden, den Berg hinaufschleppt. Hier erwischt uns auch der tägliche Regen, die beiden Damen haben in einer Hand einen Stock, in der anderen den Regenschirm, komisch für mich auf einem Berg. Um 17:00 erreichen wir das Umbwe-Camp auf 2950m, es sind bereits fast alle Zeltplätze vergeben, da das Gelände sehr steil und stufenförmig ist, aber meine Crew hat auch das gemeistert und ich bin bald im Zelt gelegen. Beim Essen wurde ich ordentlich überfüttert, es gab auch immer Ananas und Mango als Nachspeise. Der Wald hat sich inzwischen zu einem Märchenwald entwickelt, ich komme aus dem Staunen nicht heraus, was für eine wunderbare Route.

Tag 4, Montag 12.12.
Um ca. 09:00, alles ist abgebaut und verstaut, ich habe einen Teil meiner Last dem Seesack anvertraut und so geht es erleichtert wieder nach oben. Wir machen bei einem schönen Platz Rast und die Träger und auch ich steigen einen sehr steilen und rutschigen Steig zu einer im dichten Urwald gelegenen Quelle ab, um die Wasserkannen und Flaschen noch mit herrlichstem Quellwasser zu füllen. Es sind auch einige Steilstufen zu überwinden, wo alle zusammen helfen und so kommen wir in die Moorlandschaft und ins freie Gelände, wo die Riesensenezien und Lobelien wachsen, ein nicht zu beschreibender Anblick für einen Naturfreund, an niederen Sträuchern gibt es in Hülle und Fülle Lavendel und sonstige mir nicht so bekannte Gewächse. Wir nähern uns bereits dem Barranco-Hut, wo wieder ein Parkranger die Eintragung in sein Buch verlangt. Gleich geht es weiter zum Barranco-Camp auf 3950m, wo die vorauseilenden Träger und der Koch bereits das Zelt errichtet haben, ich kann es mir bereits bequem machen. Zur Zeit habe ich noch keine Anzeichen von Müdigkeit oder Höhenprobleme. Es gibt wie immer zuerst Tee, Popkorn und dann das Abendessen mit Früchte-Nachtisch. Anschließend steigen wir noch zur Akklimatisierung 300m auf und wieder zurück. Hier wäre ein ganzer Tag zur Höhenanpassung vorgesehen gewesen, wir berieten und beschlossen bereits am nächsten Tag den weiteren Aufstieg fortzusetzen.

Tag 5, Dienstag 13.12.
Es geht wieder um ca. 09:00 los und ich habe beschlossen, die Route über die Western-Breach zu gehen, da es die kürzeste, aber steilste Route ist. Wir sind wieder sehr flott unterwegs, beim Lavatower vorbei, wo sich bereits die Höhe bemerkbar macht. Aber auch das Arrows-Glacier-Camp erreichen wir guter Dinge und auch hier steigen wir noch am Abend ca. 300m auf und wieder ab. Es fällt mir schon einigermaßen schwer mit der Höhe zurecht zu kommen.

Tag 6, Mittwoch 14.12.
Wir vereinbaren den Aufstieg noch in der gleichen Nacht um 00:30. Die Mannschaft steigt über das Karanga- und Barafu-Camp zum Mweka-Camp ab und ich bin nun in der Western-Breach mit meinem Guide alleine und mit Stirnlampe unterwegs. Den Rucksack habe ich auf ca. 3 kg entlastet. Der „Weg" ist sehr steil und Felsen sind zu überklettern, aber wir kommen gut voran, die Höhe macht sich immer mehr bemerkbar. Um ca. 06:00 überklettern wir die letzte Barriere und ich stehe auf 5790m staunend vor dem Furtwängler-Gletscher. Von nun an habe ich leider an der Höhe immer mehr gelitten und wir kamen erst nach dem Sonnenaufgang um 07:10 auf dem Gipfel an. Die letzten 150m habe ich mich langsam hoch gequält. Ich fühlte mich wie ein Betrunkener, wollte es aber nicht zeigen. Wir haben uns auch nicht lange aufgehalten, der Abstieg erfolgt ja über die Mweka-Route, da die Western-Breach wegen Steinschlag nur in der Nacht begangen werden darf. Der Abstieg brachte soweit keine Probleme, da es sich um eine hässliche, staubige und öde Landschaft, eben auf einem erloschenen Vulkan handelt, der auf dieser Seite keinerlei Reize für einen Bergsteiger bietet. Ich musste mich auch einmal kurz übergeben und ich konnte fast zwei Tage nichts essen, da ich das mächtige Essen nicht gewohnt bin. Der Abstieg zum Barafu-Camp auf 4600m dauerte 3 Stunden, wo ich eine Stunde Rast machen musste und nur Wasser trinken konnte. Der weitere Abstieg zum Mweka-Camp auf 3100m war zum Glück nicht mehr so steil aber immer noch 3 Stunden. Auch hier wieder zum Park-Ranger und die üblichen Eintragungen, damit auch niemand am Kibo verloren geht. Hier wird der Restmüll der Tour gewogen und verrechnet, damit kein Mist am Berg zurück bleibt. Hier ordere ich für uns alle ein schönes Bier, das auch meinem lädierten Magen ganz gut bekommen ist. Als letztes Nachtmahl esse ich nur einen Teller Suppe, endlich wieder etwas Wasser zur Körperpflege, die ich lieber nicht erwähnen möchte. Die Toiletten auf der Route muss ich noch erwähnen, es handelt sich um Holzhäuschen, ca. l,5mxl,5m, eine Seite bildet die Trennwand, im Boden ist ein Ausschnitt von ca. 10x20cm, glücklich ist, wer da trifft, leider aber nicht jeder.

Tag 7, Donnerstag 15.12.
10:00 geht es ab ins letzte Park-Ranger-Camp. Der Weg ist bei weitem nicht so steil wie über die Umbwe-Route, aber auch nicht annähernd so schön und der Wald ist nicht so dicht. O Mann, bin ich froh, dass ich die Umbwe-Route als Aufstieg gewählt habe, so einen Märchenwald, ich möchte fast Geisterwald sagen, bietet die Mweka-Route bei weitem nicht. Leider kann man das mit ein paar Fotos nicht annähernd wiedergeben, das muss man gesehen haben, und ich kann nur jedem halbwegs guten Tourengeher zu dieser Route raten. Die Western-Breach ist natürlich auch ein Thema, über das sich zu diskutieren lohnt.
Wir erreichen das letzte Camp wo die letzten Eintragungen erfolgen und der Commissioner das Dekret über die erfolgreiche Besteigung an den Guide aushändigt. Es geht weiter talwärts zum 4x4 Parkplatz wo uns der Fahrer erwartet. Auf einem etwas besseren Fahrweg geht es wieder teilweise im Schritttempo hinunter und dem Ende der Tour entgegen. Nach Ankunft in Moshi erfolgt eine kurze Nachbesprechung im Büro und der Guide begleitet mich im Taxi ins Hotel, wo er das Dekret mit meinen persönlichen Daten versehen und mir übergeben wird. Den Abend im Hotel habe ich wieder sehr genossen, auch das Essen im Hotel fand ich preiswert und gut.

Tag 8, Freitag 16.12.
Nun hatte ich einen freien Tag zur Verfügung, den ich zu einer Fahrt mit dem Taxi nach Moshi genutzt habe. Ich habe fast den ganzen Tag in der Stadt zugebracht und habe das Leben der Bevölkerung trotz großer Hitze auf mich einwirken lassen. Auch hier habe ich noch ohne Mittagessen meinen Magen kuriert. Den letzten Abend habe ich ganz besonders im Garten und im Anblick des Kilimanjaro auf mich einwirken lassen, ein gutes Essen, zwei Bier und vier Achtel Wein haben meine gehobene Stimmung dabei unterstützt.

Tag 9, 17.12.
Mr. Amir hat mich am letzten Tag um 10:30 abgeholt und zum Autobusbahnhof gebracht, wo wir uns auch noch ein wenig unterhalten konnten, er hat ja die Rückfahrt so organisiert, dass ich direkt zum Nairobi-Airport gelange. Mit einem schönen und klimatisierten Bus ging es um 12:30 nach Arusha, wo eine Stunde Aufenthalt und umsteigen in ein anders Fahrzeug erforderlich war. Um 14:00 Abfahrt in Richtung Grenze. Wieder Pass- und Visakontrolle an der Grenze, aber für mich schon fast Routine, um 19:00 sind wir dann glücklich am Airport in Nairobi gelandet. Viereinhalb Stunden warten bis zum Abflug, pünktlich abgehoben und wieder Sitz am Gang, aber nur eine Stunde Schlaf im Flugzeug nach Amsterdam, wieder eineinhalb Stunden warten und endlich Flug nach Wien, wo mich meine Frau nach abenteuerlicher Fahrt durch Schneesturm in Wien erwartet hat. Nach mehr als 24 Stunden Reise war ich endlich wohlbehalten in meinem Heim gelandet.

Das waren 10 Tage Abenteuer pur.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass Ihre hervorragende Organisation, Ihre Fürsorge und Ihr guter Geist mich auf meiner ganzen Tour begleitet hat und sicherlich auch zu einem Gutteil zu meinem Erfolg beigetragen hat. Ich bedanke ich mich bei Ihrem gesamten Team für Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe.