Kamerun Entdeckertour Kamerun

Kamerun Entdeckertour

  • Ganz Afrika in einem Land - Königreiche, Vulkane und Wasserfälle
  • Herrlicher Regenwald und Savannenlandschaft
  • Erleben Sie die vielfältige Kultur Kameruns
  • Eindrucksvolle Vulkanlandschaften
  • Ekom Fälle - größte Wasserfälle Kameruns
  • Besuch von Chefferien - kleinen Fürstentümern
  • Ranch-Aufenthalt in Ngaoundaba
  • Fahrt entlang einer guten Naturpiste von NGaoundéré nach Foumban
  • Kunsthandwerk in Foumban
  • Überblick
  • Leistungen
  • Reiseverlauf
  • Termine & Preise
  • Zusatzinformationen
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Kamerun

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Wir fahren bei dieser Rundreise einen großen Bogen durch Kameruns Regenwald und Savanne bis zum Südwesten mit Wasserfällen, Kraterseen und kleinen Fürstentümern, den Chefferien. Die Asphaltstraßen sind neu, die Naturstraße (Piste) von NGaoundéré nach Foumban ist gut befahrbar. Foumban ist noch immer ein bedeutendes Königreich mit hoch entwickeltem Kunsthandwerk. Entlang der "Ring Road" im bergigen Grasland und weiter im Süden fahren wir durch atemberaubende Landschaften bis zum Vulkanriesen Mt. Cameroon (4.095 m) am Atlantik. Die hoch interessante Reiseroute wurde ebenso sorgfältig geplant wie die Auswahl der Hotels: an drei Orten und für insgesamt fünf Nächte sind wir in kleinen, individuellen und geschmackvollen "Country Hotels" mit Naturnähe, schönen Zimmern und Bio-Küche. Besonders im Südwesten erwartet uns ein wahres Feuerwerk von kulturellen Erfahrungen und landschaftlichen Höhepunkten inklusive des schönsten und größten Wasserfalls des Landes.

1. Tag: Yaoundé
2. Tag: Yaoundé - Bahnfahrt nach Norden
3. Tag: NGaoundéré - Ranch von NGaoundaba
4. Tag: Ranch - Ngaoundéré - Tibati
5. Tag: Tibati - Foumban
6. Tag: Foumban - Koutaba
7. Tag: Koutaba - Bamessing
8. Tag: Bamessing - Bafut - Bamenda - Dschang
9. Tag: Dschang - Bafoussam - Bangangté
10. Tag: Umgebung von Bangangté
11. Tag: Bangangté - Ekom-Fälle - Villa Luciole
12. Tag: Villa Luciole - Buea
13. Tag: Buea - Limbe
14. Tag: Limbe - Douala

Leistungen enthalten

Kamerun Rundreise lt. Programm, Übernachtungen und Verpflegung wie angegeben, Ausflüge, Aktivitäten und Besichtigungen wie beschrieben, alle Eintrittsgelder, sämtliche Nationalparkgebühren, alle Transfers, Detailkarte Kamerun, Reiseführer Kamerun (Reise Know-How-Verlag)

Leistungen nicht enthalten

Internationale Flüge (gerne über uns buchbar), Visakosten (80 Euro), Ausreisegebühr am Flughafen in Douala (10.000 CFA = ca. 15 €), Reiseversicherung, Trinkgelder, nicht genannte Mahlzeiten und Getränke, Fotogebühren

Unterbringung

6x Mittelkasse-Hotel
2x Country-Hotel
1x Gasthaus
2x Ranch
1x Lodge
1x Nachtzug (2er Abteil)
1x Tageszimmer

Die Unterbringung erfolgt im Doppelzimmer. Gegen Aufpreis von 230 Euro ist die Buchung eines Einzelzimmers möglich.

Verpflegung

13x Frühstück
6x Mittagessen
11x Abendessen

Das Mittags-Picknick besteht meist aus Brot, Tomaten, Avocados, Käse, Salami, Obst, etc.

Tourbegleitung

Englishsprachige Reiseleitung, ab 7 Teilnehmer deutschsprachige Reiseleitung

Transportarten

Bahn, Minibus

Flughafentransfer

inklusive am Ankunfts- und Abreisetag

Optionale Ausflüge / Zusatzleistungen

Verlängerungsmöglichkeiten:
z.B. Douala und Umgebung; Buea am Mt. Kamerun und Erholung in Limbe (ab zwei Tagen); Besteigung des Mt. Cameroun, 4.095 m (3-4 Tage, zwischen Oktober und April); Erholung am Sandstrand unter Palmen in Kribi uvm.
1. Tag: Yaoundé
Individuelle Anreise nach Yaoundé (z.B. mit Air France oder Turkish Airlines). Abholung und Empfang am Flughafen mit anschließendem  Transfers in ein angenehmes, ruhiges Stadthotel mit klimatisierten Zimmern. Der moderne Flughafen von Nisimalen befindet sich rund 20 km nordöstlich der weitläufigen Stadt.
(-/-/-)

2. Tag: Yaoundé - Bahnfahrt nach Norden
Die Hauptstadt Yaoundé bedeckt heute weit mehr als die ursprünglich 7 Hügel. Meist hässliche Prunk- und Zweckgebäude kontrastieren mit der Armut, und der pompöse Präsidentenpalast auf einem Hügel ist ein Symbol der korrupten Regierung unter dem seit 1983 amtierenden Paul Biya. Wir haben eine Stadtübersicht vom Mont Fébé; im nahen Benediktinerkloster wohnte "unser" Papst im März 2009 während seines Besuchs.
Wir unternehmen wir einen Ausflug in den kleinen Nationalpark von Mfou, 30 km südöstlich von Yaoundé. Hier leben verschiedene Primatenarten in Halbfreiheit - Gorillas, Schimpansen, Mandrills etc. Oft sind es Affenbabys, deren Eltern umgebracht wurden. Hier werden sie aufgenommen und gepflegt.

Weitere Informationen:
Die Abfahrt des Zuges nach Ngaoundére (rund 800 km) ist für 18.10 Uhr vorgesehen - man schmunzelt bei einer solchen Zeitangabe, aber der täglich verkehrende Zug ist tatsächlich fast immer pünktlich - im Norden fährt der Gegenzug um die gleiche Zeit, und es gibt nur eine Ausweichstelle. Der Zug besteht aus Waggons mit Sitzbänken (2. Klasse) und Waggons mit Abteilen 1. Klasse. Übernachtung in 2er-Abteilen der 1. Klasse (sauber bezogene Liegen); Essen im Abteil. In den Gängen wachen Security-Mitarbeiter. Das Essen im Zug (im Abteil unter Folie auf Plastiktellern) ist nicht allzu toll. Es gibt in der Zugbar auch nur Wasser und Softdrinks zu kaufen. Ihr Guide besorgt deshalb frisches Baguette, Käse, Obst und Wein etc.

3. Tag: NGaoundéré - Erholung auf der Ranch von NGaoundaba (40 km)
Die Ankunft in NGaoundéré ist gegen 8 Uhr. Frühstück in einem Café der ruhigen Stadt mit frischem Joghurt. NGaoundéré ist das Tor zum Norden. Man sieht nun kaum noch Mädchen in Jeans oder Männer in Anzügen; es dominieren bunte Wickelröcke und Kleider aus farbigen Stoffen, Männer tragen meist Boubous - weite, oft bestickte Gewänder mit bunten, weißen oder (bei den Fulbe) roten Kappen. Im Gegensatz zu Nigeria herrscht zwischen Muslimen und Christen eine unbegrenzte, freundliche Toleranz.
Während vor allem die Küstenregion Kameruns seit rund 500 Jahren (Handels-) Kontakt mit Europa hatte, führte der heutige Norden Kameruns ein isoliertes Eigenleben - das galt und gilt zum Teil noch heute besonders für animistische Völker. Wer sich nicht in flüchten konnte, geriet im 18. Jh. unter den islamischen Einfluss feudaler Königreiche. Die Lamidos hatten bis zum Beginn der Kolonialzeit praktisch unbegrenzte Macht. Noch sehr traditionell ist das Lamidat von NGaoundéré - wir besuchen es. Beeindruckend ist der alte, strohgedeckte Empfangssaal mit mächtigen, wulstig-bunt verzierten Säulen.
Fahrt auf guter Asphaltstraße nach Süden zur Ranch von NGaoundaba, unserem „Wellness-Ziel“ bis morgen. Vorher lohnt (besonders zwischen August und November, nach der Regenzeit) ein Besuch der Vina-Wasserfälle.
Ranch
   
Die Ranch de NGaoundaba ist ein magischer Ort der Entspannung und Naturnähe. Hinter den drei Rund-Bungalows und den insgesamt 17 Zimmern in drei Gebäuden leuchtet ein fischreicher Kratersee, umgeben von Palmen und dichtem Grün. Die Mahlzeiten werden im ebenso rustikalen Haupthaus am langen Tisch serviert. An den Wänden hängen Antilopenhörner und andere Jagd-Trophäen. Sie künden von der Geschichte der Ranch, die Ende der 50er Jahre vom Franzosen Henri Eyt-Dessus gegründet wurde, der Jagd-Safaris veranstaltete. Er starb 1989; sein Sohn Pascal macht weiter – ohne Jagd, aber mit Rinderzucht, auf 34 Hektaren Land; es gibt 14 fest angestellte "Cowboys".
Wer gern angelt, kann mit Glück einen anderthalb Meter langen Capitaine-Fisch aus dem Kratersee holen. Auf der Ranch leben weit über 250 Vogelarten, erst im Frühjahr 2013 wurden drei bisher unbekannte Spezies hier entdeckt. >
(F/M/A)

4. Tag: Ranch - Ngaoundéré - Tibati (260 km)
Abfahrt gegen 8 Uhr morgen zurück nach NGaoundére. Die interessante Strecke heute und morgen wird nur wenig von Reisenden benutzt. Die recht gute Piste (aber oft mit "Wellblech"-Profil) führt durch das Land der Fulbe nach Tibati und dem Stausee Pagnéré und weiter über Banyo und Bankim mit alten LPeulh-Frauamido-Palästen.
Hinter Aufforstungen mit Kiefern öffnet sich bald eine grüne Savannenlandschaft mit vielen Mangobäumen, in der einfache  Lehmgehöfte stehen: es geht durch das Siedlungsgebiet der Peulh. Auch Rônier-Palmen mit ihren geraden, wie gedrechselten Stämmen säumen die zimtfarbene Piste. Der Ort Likok (38 km, heute am Mittwoch ist der Markt) liegt an der Kreuzung nach Tignère und - südlich - nach Tibati. Hinter Lewa hat man einen weiten Blick auf die Savanne;  hier wird Honig billig verkauft; in Akazien sind die Bienenkörbe zu sehen. Hinter dem Dorf Mambal, km 155, besuchen wir den Lac Assom einen km hinter der Straße; Im Kratersee leben Hippos und Alligatoren.  Von Ngat aus (25 km weiter) ist die Straße - welche Freude - asphaltiert und wir erreichen via Malarba nach 40 Kilometern Tibati.

Die marie (Bürgermeisteramt) hat hier 2014 Tourismus-Projekt fertig gestellt, das man hier gar nicht erwartet: Bänke, ein Restaurant und weiße Pavillons, sogar noch markierte Parkplätze… ein schöner Blick mit alten Bäumen auf den See, der in der Trockenzeit hier wie ein Fluss wirkt.
Der schläfrige Ort mit seiner einzigen, breiten Hauptstraße und schlichten Ladenzeilen und dem Lamidat am Ende ist seit Langem ins Abseits geraten. Der 1967 fertig gestellte Staudamm und der Mbakaou-Stausee hat Tibati eher Negatives beschert, sagt der 20. Lamido Hamidou Bello: vorher gab es viele Flusspferde, alle sind verschwunden. Von außen traditionell unscheinbar, öffnet sich ein hoher Saal mit mächtigen, alten Säulen. Dahinter der riesige, mit Stroh gedeckte Empfangs-Boukarou, ausgelegt mit Teppichen, reihum Sesseln, Fotos und auf einem Podest ein Sofa mit Brokatkissen für den Lamido. Abendessen und Übernachtung im "besten Haus", dem Hotel Bien Etre, mit klimatisierten, guten Zimmern.
(F/LP/A)

5. Tag: Tibati - Foumban (310 km)
Auf breiter Naturstraße geht es südwestlich nach Foumban. Die breite Piste, ohne Löcher aber mit "Wellblech"-Profil), führt 108 km über Djembala westlich zum nächsten größeren Ort, Banyo. In Talsenken hat sich noch dichte Vegetation, auch hier ist die Gegend durch viele Mangobäume und Akazien auch in der Trockenzeit grün, es geht vorbei an schönen Fulbe-Dörfern mit lang herabhängenden Grasdächern und Bastmatten vor Bananenstauden.

Nicht weit von der Straße ist das Centre Administrativ, das von Deutschen ab 1903 begründet wurde:
Eine Allee aus mächtigen Bäumen führt zur Präfektur; vorn ist die alte Schule. Hinter der Präfektur befinden sich 6 renovierte deutsche Gräber, auch das von Hermann Nolte s.u., Lamidat). Zwei Reihen mächtiger Mangobäume, auch von Deutschen gepflanzt, führen zum deutschen Gefängnis, das bis heute diesem Zweck dient. Auf dem kegelförmigen Berg Mt. Djoumba gegenüber sind noch Hausruinen und Befestigungsanlagen aus der deutschen Zeit. Das Lamidat von Banyo liegt hinter der rosafarbenen Moschee am Ortsausgang in Richtung Foumban und wir werden es auch besuchenin den ersten, ältesten Raum (Salle de la Fada), der von dicken, cremegelb gestrichenen Säulen getragen wird. Das Lamidat wurde 1823 gegründet; der erste Ardo regierte bis 1875, also 53 Jahre lang. Unter Bäumen im Hof mit Arkaden beten die Notabeln, moderne Gebäude (auch das Tribunal) flankieren den Hof.
Dass dieses Lamidat reicher ist als das von Tibati (denn es gibt auch viel mehr Untertanen) merkt man auf dem Gang zur Residenz des aktuellen Lamido, im Amt seit 1997: vorbei am Privatstall mit seinem Lieblingspferd zur edel und modern ausgebauten Residenz seines Vorgängers. Seine Majestät Mohaman Gabdo Yaya ist ein eher kleiner, aber großer Mann von Welt, weitgereist, auch Senator und Abgeordneter. Er schwärmt vor allem von Köln, spricht etwas deutsch und bedauerte, dass er als Muslim bei seinem Besuch kein Bier trinken konnte. Seine Deutschfreundlichkeit ist vor dem Hintergrund der Geschichte bemerkenswert: Oberleutnant Hermann Nolte, 33, kam hier am 1.2.1902 mit deutschen und farbigen Soldaten an und verlangte umgehend die Auslieferung  eines hohen Kameruners. Der Lamido erklärte, dass jeder seinen Schutz genieße, der bei ihm sei. Es kam zu einem Handgemenge, der Lamido erstach Nolte mit seinem Messer, der noch „Feuer!“ rufen konnte. Soldaten erschossen den Lamido und Notabeln, auch drei weitere Mitarbeiter, die sich weigerten, in Buea interniert zu werden.  Ein Schild vor dem Salle de la Fada erinnert an das Ereignis.

Die Landschaft auf der Weiterfahrt nach Foumban wird zunächst trockener. Verschiedene Mayos (Flussläufe in der Fulfulde-Sprache der Fulbe) strömen hier vom Hochland nach Osten, und ein Ort gut 50 km hinter Banyo ist nach einem benannt: Mayo Darlé. Einige Kilometer weiter südlich bieten sich schöne Blicke in ein tiefes Tal neben der Straße auf nahe Berge; knorrige Bäume säumen den Hang, viele schwarz von den häufig gelegten Buschfeuern verbrannt, aber mit leuchtend grünen Blättern. Schon vor Bankim und noch über 20 km weiter säumen viele Kokospalmen, einzelne Baumriese und Bananenstauden die Route. Die Straße zunächst bis Banyo wird bis etwa 2016 ganz asphaltiert sein;
Farbenfrohes, gut gepflegtes Hotel Baba mit Bungalows in schöner Gartenanlage.
(F/LP/A)

6. Tag: Foumban - Koutaba  (30 km)
Das Sultanat von Foumban ist der südlichste Vorposten islamischer Kultur in Kamerun. Besuch des Palastmuseums, dem interessantesten des ganzen Landes: mit Thronsesseln, Tanzkostümen, alten Masken, Schmuck, Waffen und vielem mehr. Das dreistöckige Gebäude aus Ziegeln entstand ab 1917 unter König Njoya, der bis 1924 regierte. Er ließ sich vom  deutschen Gouverneurspalast in Buea  inspirieren, und die Deutschen halfen beim Bau. Wir besuchen auch die berühmte „Künstlerstraße" der Bamoun. Es ist interessant, den begabten Holzschnitzern oder Bronzegießern über die Schulter zu schauen. Auch Maler, Weber, Korbmacher und Sticker sind zu sehen.
Heute ist Freitag, der muslimische Sonntag. An diesem Tag verlässt der Sultan Ibrahim Njoya mit einem Teil seines Hofstaats um 12:50 Uhr den Palast, um zur nahen, modernen Moschee zu schreiten. Die Rückkehr um 13:40 Uhr ist dann besonders farbenprächtig: Diener fächeln dem Herrscher frische Luft mit Straußenfedern zu, Trommler begleiten ihn und Bläser mit langen Hörnern, wie Super-Vuvuzelas…
Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Palastes fahren wir 15 km nach Süden, zum Kloster der Zisterzienser, die letzten vier Kilometer entlang einer - hier sehr seltenen - Allee aus Kiefern. 1951 kamen Brüder der Zisternzienser nach Kamerun, um ein Kloster aufzubauen. Sie waren erst im Regenwald und fanden 1968 den heutigen Standort. Wirtschaftliche Grundlage war (und ist bis heute) die Wiederbelebung einer aufgegebenen Kaffeeplantage und andere Landwirtschaft. 2003 beschlossen die Mönche den Bau eines neuen Klosters, so weit wie möglich aus Naturmaterialien (Holz, Steine, Lehm) - und packten an. Das Mutterhaus in Frankreich schuf eine internationale Website für dieses einzigartige Vorhaben und sammelte Spenden. Hinter der Mauer öffnet sich die wunderschöne, neue Rundkirche. Unten im Shop können wir u.a. Kaffee und Marmelade der Mönche kaufen.
Abendessen und Übernchtung im "Hotel Paradise" mit sehr schönen Zimmern, die sich ruhig um einen Garten gruppieren.
(F/M/A)

7. Tag: Koutaba - Bamessing (130 km)
Fahren zurück nach Foumban und dann in die Berge nach Norden. Es geht zunächst durch weite, hüglige Savanne; in den Senken stehen Palmen und bald geht´s in Serpentinen bergauf, über Bangambi und Bangouren, dann vorbei an den 2.335 m hohen Mbam-Bergen.30 km westlich von Jakiri besuchen wir den uralten Fon-Palast Babungo abseits der Straße. Ein gewaltiger Baum mit wilden Pflaumen dominiert den großen Lehmplatz, der L-förmig von Bambus-Veranden vor lang gestreckten Lehmbauten flankiert ist. Auf der Terrasse zum Fonpalast stehen geschnitzte Sessel vor einem Öl-Wandbild des Chefs. Über 4.000 Kunstobjekte sind im Dämmerlicht des alten, großen Palastes zu sehen. Das kleine Museum zeigt in einem Raum ausgewählte Statuen und Sessel. Wer fotografieren will, muss die (hohe) Gebühr von 5.000 CFA selbst zahlen…
Einige km östlich von Ndop ist eine Chefferie mit einem jüngeren, modernen Lamido; Besuch des kleinen Museums mit vielen Masken und Statuen. Über Ndop fahren wir weiter zur Kooperative Presspot in Bamessing, die sehr schöne Töpfe und Körbe aus Raphiapalmen herstellen. Abendessen und Übernachtung in schönen Gästehäusern mit afrikanisch dekorierten Gemeinschafts-Wohnzimmern und Terrassen.
(F/LP/A)

8. Tag: Bamessing - Bafut - Bamenda - Dschang (155 km)
Morgens bis 7 Uhr Abfahrt nach Bamenda und 30 km nach Norden zur über 700 Jahre alten Chefferie von Bafut mit einem Museum, das in einem alten, Ziegel-gedeckten Haus der deutschen Zeit untergebracht ist. Bafut ist neben Bali (westlich von Bamenda) eines der beiden Ködschangnigreiche in Kamerun, in denen sich die traditionellen Strukturen noch am besten erhalten haben und gehört neben Bandjoun (10. Tag) zu den interessantesten Chefferien.
Rückfahrt nach Bamenda auf rund 1.000 Metern Höhe, die "Hauptstadt" des anglophonen Kamerun. Mittagessen im „Prescafé“ in schöner Umgebung und mit leckeren, mediterran geprägten Kleinigkeiten. Nebenan ist die Verkauf-Ausstellung von Prespot mit edlem, dennoch preiswertem Kunsthandwerk, bis hin zu geschnitzten Stühlen. „Pres“ ist die Abkürzung für die Presbyterianische Kirche, die das alles gegründet hat. Weiterfahrt durch herrliche Berglandschaft nach Süden bis Dschang, mit einer bedeutenden Universität.
Die Stadt ist nicht attraktiv, dafür aber das 2011 eingeweihte Museum: das Musée des Civilisations (Link mit vielen anderen Infos, in frz.) wurde von der Partnerstadt Nantes und der EU finanziert und ist das beste Museum des Landes, gelegen an einem künstlichen See. Wenn heute die Zeit noch reicht, können auf dem See Boot fahren... Neues, gutes Hotel. (F/-/A)

9. Tag: Dschang - Bafoussam - Bangangté (120 km)
Wir besuchen morgens den eindrucksvollen Wasserfall "Mammy Water" in der Nähe. Bafoussam, der "Hauptstadt" der Bamiléké, die vor allem als Händler dominieren. Hier wird auch der Arabica-Kaffee verarbeitet. 13 km südlich ist die traditionelle Chefferie von Bandjoun. Das fast 30 m hohe Haus der Notabeln brannte 2005 ab und wurde in dreijähriger Bauzeit originalgetreu und kunstvoll wieder aufgebaut, wir besuchen auch das bedeutende Museum und das moderne Kunstzentrum Bandjoun Station.
Wir fahren nach Bangangté und 9 km weiter zur Fondation Gacha. Benannt ist die 2002 gegründete französische Stiftung mit Sitz in Paris nach dem Kameruner Jean-Félicien Gacha. Er starb 1972, war ein hoher Funktionär mit großem Interesse für Architektur und ein Philantrop. Hinter der Stiftung steckte der verstorbene Inhaber des Luxus-Unternehmens Hermès, Jean Louis Dumas.
Es gibt eine ganze Reihe von erfolgreichen Projekten und Ausbildungen: als Schreiner und Schlosser, und Fabrikation von edlem Kunsthandwerk - viel wird mit Perlen gearbeitet, was bei den Bamiléké eine lange Tradition hat; seit Jahrhunderten werden Masken, Statuen und Sessel mit bunten Perlen überzogen und waren lange nur Königen vorbehalten. Hier wirkt und wirbelt die dynamische Designerin und gleichzeitig Leitern der Stiftung, Ly Dumas. Sie ist die Ehefrau vom Bruder des Hermès-Präsidenten. "Coole" perlenverzierte Schuhe von hier haben es sogar in Edel-Modezeitschriften wie ELLE oder VOGUE geschafft.
Aber es wird noch viel mehr getan: neben einem Kulturzentrum wird in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und Architektur gelehrt; die wiederum basiert auf den chinesischen Prinzipien des Feng Shui, einer daoistischen Harmonielehre. Diese Ambitionen müssen natürlich auch schon in der Anlage sichtbar sein, und das sind sie. Dahinter wurden drei traditionelle Architekturbeispiele gebaut: ein Familiengehöft der Bamiléké, eine große Hütte der Fulbe-Bororo und kunstvolle Lehmhütten der Mousgoum; sie leben im extremen Norden am Logone-Fluss bei Pouss. Zur Anlage gehört auch das 2013 eröffnete "Country-Hotel", die Villa Boutenga, Es ist eigentlich keine Villa, sondern ein interessantes, wulstig-rundes, dreistöckiges Gebäude mit oben aufgesetztem Pavillon am Hang im Grünen mit schönen Zimmern.
(F/-/A)

10. Tag: Umgebung von Bangangté (ca. 30 km)
Wir werden den ganzen Vormittag im Zentrum sein und auch in die Kunst der PerlenVerzierung eingeführt. Nachmittags geht es zur Chefferie Banga, 3 km nördlich von Bangangté. Sie ist nicht mit der von Bandjoun zu vergleichen: klein, aber interessant und wurde im 17. Jhdt. gegründet. Auch hier führt eine Baum-Alle hinunter zum Palastbezirk mit alen Hütten aus Bambus. Der Name leitet sich ab von "Bagoua", was "Kind" bedeutet - der Gründer, Prinz Lekemegne, erhielt von der "Mutter-Chefferie" Bandrefam die Erlaubnis, sein eigenes Reich zu gründen. Alle Bangoua-Chefs häuften neue Kunst an oder sammelten alte - so lag es nah, für etwa 800 ausgewählte Objekte ein Museum zu gründen, das Ende 2011 eröffnet wurde. Es befindet sich im Palsbezirk, beschattet von alten Baobabs, mit Bananen- und Papaya-Stauden. Thema: Kunst, Jagd und Traditionen (Art, chasse, et traditions). Zwischendurch sind wir auch in der herrlichen Landschaft zu Fuß unterwegs. Zweite Übernachtung
(F/M/A)

11. Tag: Bangangté - Ekom-Fälle - Villa Luciole (100 km)
Fahrt nach Westen nach Bafang und Melong. Die Ekom-Fälle stürzen in einen 80 m tiefen, dicht bewaldeten Talkessel und sind die beeindruckendsten Wasserfälle des Landes (vor allem in/nach der Regenzeit von etwa August bis Dezember). Mehrfach tauchen sie im hervorragenden Tarzan-Film "Greystoke" mit Christopher Lambert auf, der 1984 hier gedreht wurde.
   
Die Villa Luciole nicht weit von den Fällen ist ein Landhotel mit 15 geschmackvollen Zimmern: im Haupthaus, der eigentlichen Villa von 1959, sind drei Zimmer, im Nebengebäude zwei, und verteilt auf rustikale Rundhütten (Boukaros) nochmals 10; fünf der Hütten kamen erst 2014 hinzu.
Gute Küche, gemeinsames Abendessen mit anderen Gästen am langen Tisch: zuerst gibt es immer eine wärmende Suppe, denn es ist kühl hier auf über 1000 Metern. Hinter den rustikalen, mit Palmblättern gedeckten Rundhütten ist eine kleine Farm: hier wird Kohl, werden Bohnen, Kartoffeln und mehr angebaut. Alles wird überragt von den grünen, mächtigen Bergkuppen des 2.411 m hohen Manengouba-Gebirges.
(F/-/A)

12. Tag: Villa Luciole - Buea (190 km)
Aus dem kleinen Ort Penja südlich von Loum stammt der Penja-Pfeffer, von Gourmets hoch geschätzt (auch in Douala zu kaufen). Fahrt nach Kumba (Zentrum des Kakao-Anbaus)  und Ausflug zum Kratersee Barombi Mbo - anderthalb km im Durchmesser, im Regenwald, Bootsfahrt.
Buea ("City of Hospitality") ist eine aktive, dennoch relaxt-freundliche Stadt, überragt vom gewaltigen Kegel des 4.095 m hohen Vulkanriesen Mt. Cameroun und liegt auf klimatisch angenehmen 1.000 Metern über dem Meer. Fast übergangslos beginnen große Plantagen, meist mit Bananen, Ölpalmen und Tee; der Vulkanboden ist fruchtbar und an Niederschlägen fehlt es hier wahrlich nicht: mit über 200 Regentagen im Jahr liegt Buea weltweit ziemlich an der Spitze. Sehenswert sind neben der Landschaft die vielen, gut erhaltenen und noch genutzten Gebäude aus deutscher Zeit und der Bismarckbrunnen vor der Post -  hier war von 1901 bis 1909 das Zentrum der deutschen Kolonialverwaltung. Zu Beginn des 1. Weltkriegs wurde Buea von den Briten besetzt und war ab 1919 Zentrum der britischen Kolonialverwaltung. Gouverneur von Putkamer gönnte sich ein Schlösschen (Fotoverbot!) im wilhelminischen Stil in bester Lage mit hohen Kiefern unten an der Straße (neben unserem Hotel Parlamentarian Flat, seit Januar 2014 komplett renoviert in herrlicher Lage).
Die Straße endet unterhalb der Upper Farm, die seit Jahrzehnten von Strafgefangenen bewirtschaftet wird, 1898 angelegt.
Abendessen im "African Restaurant" mit guten afrikanischen Gerichten oder auch europäischer Küche; rustikale, große Terrasse
(F/-/-)

13. Tag: Buea - Limbe (80 km)
Teeplantagen erstrecken sich zu beiden Seiten der Straße, die sich dann kurvenreich durch einen kleinen Wald schlängelt; vor Limbe fahren wir rechts auf den Engelsberg bergauf; die alte deutsche Kirche ist noch in gutem Zustand und wird genutzt. Der Blick von hier ist an klaren Tagen grandios: nach Limbe, auf den Atlantik, bis zur Insel Malabo.
Weiterreise nach Limbe, 80 km. Sehr interessant ist der Botanische Garten, von den Deutschen ca. 1900 als Versuchsgarten angelegt, und das Wildlife Center, auch mit Schimpansen und Gorillas (ehemaligen Waisen) in großen Freigehegen. Kleines, gemütliches Hotel 30 km westlich von Limbe mit vulkanischem Privatstrand und herrlichem Blick aufs Meer.  Wir unternehmen noch einen Ausflug zum nahen Cap Debundscha und dem Fischerort Idenau, Bootsfahrt durch einen Creek mit Mangroven.
(F/-/A)

14. Tag: Limbe - Douala (90 km) - Rückflug
Am Nachmittag Fahrt in die Wirtschaftsmetropole Douala mit dem bedeutenden Hafen. Tageszimmer im deutsch geführtes Seemannsheim mit Pool unter Palmen und Grillgerichten.
Transfers zum Flughafen. Individueller Rückflug am Abend z.B. mit Air France.
(F/-/-)
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Offenes Wort zur Sicherheit
Kamerun hat durch zwei Entführungen 2012 und 2013 im Norden Schlagzeilen gemacht; sie gingen auf das Konto der Boko Haram-Sekte in Nigeria - als „Revanche“ gegen den Einsatz in Mali gezielt gegen Franzosen. Die Regierung hat sofort für mehr Sicherheit gesorgt - aber das ist ohnehin nördlich von unserem Reiseziel. Kamerun ist eine Insel der Stabilität und Sicherheit in Afrika, trotz der Vorfälle im Norden. Aber darüber wird meist nicht berichtet.

Flüge
Wir empfehlen die Flugan- und abreise mit Air France oder Turkish Airlines. Weitere Flugverbindungen bestehen mit Brussels Airlines. Gerne bieten wir Ihnen den preiswertesten Flug zum gewünschten Reisestermin an.

Anschlussprogramm
Es gibt viele Möglichkeiten zur Verlängerung der Tour, schon ab einem Tag. Sportliche können z.B. den Mount Cameroun besteigen. Erholung findet man am schwarzen Strand von Limbe oder am Sandstrand von Kribi. Gerne beraten wir Sie über die Möglichkeiten.

Privattour
Sie können diese Kamerun Rundreise auch zum moderaten Aufpreis individuell zum Wunschtermin buchen. Aufpreis gerne auf Anfrage.