In den Regenwald zu Pygmäen, Gorillas und Elefanten Kamerun · Zentralafrikanische Republik

In den Regenwald zu Pygmäen, Gorillas und Elefanten

  • Wildnisabenteuer & Flachlandgorillas im Dzanga Sangha Nationalpark
  • Abenteuerreise mit Urwald-Trekking
  • Begegnungen mit den Ba-Aka-Pygmäen
  • Gorillas ganz nah erleben
  • Waldelefanten und Antilopen vom Hochsitz
  • Besuch des Dzanga Sangha Nationalpark
  • Überblick
  • Leistungen
  • Reiseverlauf
  • Termine & Preise
  • Zusatzinformationen

8 Tage Kamerun · Zentralafrikanische Republik

Nur wenige Reisende besuchen das schwer zugängliche Regenwald-Reservat Dzanga Sangha. Es ist ein Paradies für viele Tiere, vor allem für kleine Waldelefanten und bedrohte Flachlandgorillas. Das Dzanga-Sangha ist ein im Kongobecken einzigartiges länderübergreifendes Naturreservat, das die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo und Kamerun im Jahr 1998 gemeinsam mit dem WWF eingerichtet haben. Diese Reise führt zum Zentralafrikanischen Teil des Regenwald-Nationalparks. Sie erleben dort die letzten Jäger und Sammler, die Ba´Aka-Pygmäen. Yaoundé, die im Landesinneren gelegene Hauptstadt an den sieben Hügeln ist Ausgangspunkt unserer Reise. Auf dem Sangha-Fluss geht es per Motorboot ins Herz des Regenwaldes. Hier leben noch Pygmäen, und es wurden zwei Gruppen von Gorillas habituiert, also an Menschen gewöhnt. Das Urwald-Trekking begeben wir uns auf die Spurensuche. Dieses Abenteuer ist ein absoluter Höhepunkt für Naturliebhaber!

1. Tag: Anreise nach Yaoundé
2. Tag: Yaoundé - Bertoua (350 km)
3. Tag: Bertoua - Camp Kombo (420 km)
4. Tag: Camp Kombo - (Zentralafrikanische Republik) (165 km)
5. Tag: Unterwegs mit den Ba´aka-Pygmäen, Waldelefanten auf der Lichtung
6. Tag: Gorilla- und Mangabe-Trekking
7-8. Tag: Rückfahrt nach Yaoundé (790 km)
9-8. Tag: zurück via Bertoua nach Yaoundé (600 km, davon 350 km gute Asphaltstraße).

Leistungen enthalten

  • Ausflüge, Aktivitäten und Besichtigungen gemäß Reiseverlauf
  • Eintrittsgelder
  • Nationalparkgebühren
  • Gorilla-Trekking
  • alle Transporte und Transfers

Leistungen nicht enthalten

  • Internationale Flüge (gerne über uns buchbar)
  • Visakosten (80 Euro)
  • Einreisegebühr in die Zentralafrikanische Republik und Ausreisegebühr Kamerun (ca. 50 Euro)
  • Reiseversicherungen
  • Trinkgelder
  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke

Unterbringung

3x Standard-Hotel
1x Holz-Bungalow
4x Urwald-Lodge

Die Unterbringung erfolgt im Doppelzimmer.
Einzelzimmer-Zuschlag: 230 EUR

<b>Doli Lodge am Sangha-Fluss</b>
Wir übernachten in der Doli Lodge, beim Ort Bayanga schön am Fluss gelegen. Ohne luxuriös zu sein, ist sie zweckmäßig und auch mit Sinn für Ästhetik gestaltet. Sie wurde 1996 von der GTZ und dem WWF gebaut und besteht neben dem großen Haupthaus aus Bungalows mit Bad und Terrasse, auch auf Stelzen gebaut. Auf der großen Terrasse kann man mit Blick auf den Sangha-Fluss essen, einem breiten Nebenarm des Kongo. Hier sind auch schöne Sonnenuntergänge zu erleben. Die Lodge ist relativ einfach, aber teuer (ebenso wie die Parkgebühren und Ausflüge).Alles ist im Reisepreis enthalten.

Verpflegung

2x Frühstück, 2x Mittagessen, 2x Abendessen
6x Frühstück
6x Mittagessen
5x Abendessen

Tourbegleitung

Erfahrener englischsprachiger Reiseleiter

Transportarten

Boot, Allradfahrzeug

Zusätzliche Übernachtungen

Bitte kontaktieren Sie uns - wir beraten Sie gerne!

Flughafentransfer

inklusive am Ankunfts- und Abreisetag

1. Tag: Anreise nach Yaoundé

Die besten Verbindungen bieten AIR FRANCE oder BRUSSELS AIRLINES (Ankunft um 21:30 bzw. 21:45 Uhr). Der moderne Flughafen von Nisimalen (Dreilettercode: NSI) befindet sich rund 20 km nordöstlich der weitläufigen Stadt. Sehr gutes, ruhiges Stadthotel mit klimatisierten Zimmern.

2. Tag: Yaoundé - Bertoua (350 km)

Die Hauptstadt Yaoundé bedeckt heute weit mehr als die ursprünglich 7 Hügel. Meist hässliche Prunk- und Zweckgebäude kontrastieren mit der Armut, und der Präsidentenpalast auf einem Hügel ist ein Symbol der korrupten Regierung unter dem seit 1983 amtierenden Paul Biya. Wir haben eine Stadtübersicht vom Mont Fébé; im nahen Benediktinerkloster wohnte "unser" Papst im März 2009 während seines Besuchs.
Dann geht es auf die neue Asphaltstraße nach Osten, hinein in den Regenwald. Leichtes Mittagessen unterwegs (meist Picknick mit Brot, Käse, Obst, Tee/Kaffee, wie auch an den folgenden Tagen). Die Strecke wurde Anfang des 20. Jh. von den Deutschen während der Kolonialzeit (bis 1914) trassiert; in Ayos, 140 km zeugen davon noch Alleen, ein Fort und alte Häuser, ebenso in Doume, rund 40 km vor Bertoua.
Abendessen und Übernachtung im ehemaligen Novotel, 2013 renoviert, am Rand des Regenwaldes.


Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen, 1x Abendessen

3. Tag: Bertoua - Camp Kombo (420 km)

Abfahrt bis gegen 7 Uhr. Ein längerer Fahrtag, nun ausschließlich auf roten, breiten Naturstraßen. In der sommerlichen Regenzeit und noch wochenlang danach sind sie nur schwer passierbar und teilweise mit tiefen Löchern gespickt; umgekippte Holztransporter oder ein umgestürzter Baumriese können die Weiterfahrt blockieren. In der Trockenzeit ist dann rötlicher Staub ein ständiger Begleiter; das wird auch durch die Klimaanlage kaum besser, denn der Staub dringt durch alle Ritzen.
Über Batouri erreichen nach 270 km die kleine Provinzstadt Yokadouma - ohne Asphalt, mit Holzhäusern und Veranden, Shops und Bars, bietet Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags.
Von hier sind es noch rund 150 km nach Süden auf einer meist besseren Piste, die weiter in den Kongo führt. Gute 30 km südlich von Salapoumbé liegt der kleine Straßenort Mambele; die einfachen Häuser sind mit rötlichem Staub der vorbeifahrenden Holztransporter bedeckt. Wir kaufen hier ein wenig ein, z.B. Brot und Eier für das Frühstück, und fahren einige Kilometer nach Norden. Dort befindet sich abseits der Piste ein kleines Camp mitten im Primärwald, das zum Lobeke-Park gehört. Dort werden auch regelmäßig Gorillas und Schimpansen gesehen. Sie übernachten in einem der drei neuen Holz-Bungalows oder in einem der drei Steinhäuser mit Dusche/WC.
(F/LP/A)

4. Tag: Camp Kombo - (Zentralafrikanische Republik) (165 km)

Wir fahren rund 10 km zurück nach Norden und auf einer guten Holzfällerpiste rund 100 km Wald zum Holzfällerort Libongo. Die Stadt besteht aus sauber gearbeiteten, geräumigen Holzhäusern, von denen viele farbenfroh angestrichen sind. Sägewerke und Handel durch Flusstransporte verhalfen dem Ort zu einem bescheidenen Wohlstand.
Fahrt mit einem Motorboot etwa 10 Min. nach Lidjombo auf der CAR-Seite; dort war bis vor etwa 20 Jahren eine Kaffeeplantage von Jugoslawen. Ausreisegebühr Kamerun: 5.500 CFA; Einreise CAR: 6.000 CFA. Weiterfahrt, etwa zwei Stunden, mit (einem) anderen Geländewagen bis zur Doli Lodge.
Das Fahrzeug oder die Fahrzeuge bleibt/bleiben in Libongo; Fahrt mit einem modernen Boot mit Außenbordmotor ca. 10 km auf dem Sangha-Fluss nach Lidjombo (Formalitäten für die Einreise in die Zentralafrik. Republik) und weitere ca. 40 km zur Doli Lodge beim Ort Bayanga; am Vortag wäre das nicht mehr zu schaffen gewesen Die Lodge liegt direkt am Fluss und wurde ganz aus Holz erbaut. Sie wird von einem großen, offenen Restaurant mit Bar dominiert, das über einen Steg zu erreichen ist und auf Stelzen direkt hinter dem Flussufer gebaut wurde, wo wir anlegen. Die vier Bungalows bieten jeweils zwei geräumige, geschmackvolle Zimmer mit großer Terrasse zum Fluss.

5. Tag: Unterwegs mit den Ba´aka-Pygmäen, Waldelefanten auf der Lichtung

Morgens Fahrt von etwa einer Stunde; eine Gruppe von Ba´aka ist schon dorthin auf schmalen Pfaden zu Fuß gegangen. Sie zeigen ihre erstaunlichen Fähigkeiten, Medizinpflanzen zu nutzen; Frauen bauen sehr rasch traditionelle Laubhütten. Mit unglaublicher Geschicklichkeit bahnen sich die kleinen Menschen ihren Weg durch den Urwald und spannen ihre Netze. In die aneinander geknüpften, hüfthohen Netze werden Ducker (Kleinantilopen) oder auch Stachelschweine getrieben. Die Pygmäen erläutern und erklären Ihnen auch die Suche von Heilpflanzen und ihrer Bedeutung. Aus den Fasern einer speziellen Liane werden Seile für die Fangnetze geflochten.

Gegen Mittag Fahrt zurück zur Doli Lodge. Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.
Sie durchwaten einen Fluss, der schon sehr deutlich durch zahlreiche Fußstapfen und Dung als Elefantenterritorium gekennzeichnet ist. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld.

Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Durch die Zerstörung der Tropenwälder sind sie in Westafrika fast ausgerottet und leben bis zum Ostrand des Kongobeckens sowie in den Hochwäldern Kenias. Auch ihnen bietet die Bai lebenswichtige Mineralstoffe. Riesige Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung.
Am Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen auf der großen Terrasse am Fluss.


Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen, 1x Abendessen

6. Tag: Gorilla- und Mangabe-Trekking

Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etwa 3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Dieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalb stündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas max. je drei BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag zugänglich. Die Familie besteht aus dem Silberrücken Makuba, drei weiblichen und 9 Jungtieren. Danach gehen wir zu einer Gruppe der halb zahmen Mangabe-Affen; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und beim Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten "gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen. Abendessen und zweite Übernachtung in der Lodge.
(F/LP/A)

7. -

7-8. Tag: Rückfahrt nach Yaoundé (790 km)

Fahrt wieder über den Sangha-Fluss nach Yokadouma und Übernachtung im einfachen Hotel; am

9-8. Tag: zurück via Bertoua nach Yaoundé (600 km, davon 350 km gute Asphaltstraße).

Tageszimmer und Rückflug am späten Abend.

Empfehlenswert: individuelle Verlängerung (z.B. Strandhotel am Atlantik) oder Beginn der Kamerun-Entdeckungsreise (Tourcode: 167T31001)Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.

Zurzeit sind leider keine Reisen verfügbar.
Anschlussprogramm
Die Termine dieser Tour sind auf die "Kamerun Entdeckertour" abgestimmt (als Verlängerung dieser Reise). Sie können aber auch individuell verlängern, z.B. in einem guten Hotel unter Palmen in Kribi oder in einer neuen Lodge in Limbe, beide direkt am Atlantik gelegen.

NEU: VERLÄNGERUNG MIT KONGO / Nouabalé-Ndoki
Sie fahren am 7. Tag etwa fünf Stunden mit dem Motorboot nach Bomassa, der Parkverwaltung von Nouabalé-Ndoki, laut NATIONAL GEOGRAPHIC das "inner sancutuary", der Herz des Primär-Regenwaldes. Auch hier gibt es zwei habituierte Gorilla-Gruppe; die körperlichen Herausforderungen sind hier aber größer (drei Stunden Marsch z.Teil durch Flüsse, von dort nochmals je 2 Stunden zu den Gorillas und zurück).
Das Detailprogamm senden wir Ihnen gerne zu.

Flüge
Wir empfehlen die Flugan- und abreise mit Air France oder Turkish Airlines. Weitere Flugverbindungen bestehen mit Brussels Airlines. Gerne bieten wir Ihnen den preiswertesten Flug zum gewünschten Reisestermin an.

Privattour
Sie können diese Kamerun Rundreise auch zum moderaten Aufpreis individuell zum Wunschtermin buchen. Aufpreis gerne auf Anfrage.

Die Durchführung der Gruppenreise ist gegen moderaten Aufpreis auch bereits ab 2 Teilnehmern möglich.

Offenes Wort zur Sicherheit
Kamerun hat durch zwei Entführungen 2012 und 2013 im Norden Schlagzeilen gemacht; sie gingen auf das Konto der Boko Haram-Sekte in Nigeria - als "Revanche" gegen den Einsatz in Mali gezielt gegen Franzosen. Die Regierung hat sofort für mehr Sicherheit gesorgt - aber das ist ohnehin nördlich von unserem Reiseziel. Kamerun ist eine Insel der Stabilität und Sicherheit in Afrika, trotz der Vorfälle im Norden. Aber darüber wird meist nicht berichtet.
Die Zentralafrikanische Republik wurde nach einem Putsch vom März 2013 über ein Jahr lang von einer Rebellen-Miliz terrorisiert; in Danga Sangha wurden bald darauf über 20 Elefanten gewildert. Die Lage hat sich aber beruhigt und der Dzanga Sanga-Nationalpark befindet sich im äußersten Südwesten des Landes, gegenüber von Kamerun. Er wurde offiziell wieder im Sommer 2014 eröffnet.