Stella Point direkt zum Sonnenaufgang
Tansania 09.09.2018

Stella Point direkt zum Sonnenaufgang

Unsere Reise nach Tansania liegt nun schon wieder 2 Monate zurück. Hier nun ein kleiner Reisebericht. Voranschicken möchte ich, das die von Ihnen organisierten Flüge von Hamburg nach Tansania mit KLM und die Inlandsflüge absolut perfekt abliefen.

Begonnen hat unser 1.Teil der Reise am Kilimanjaro Airport. Die Transfers mit der örtlichen Reiseagentur waren gut organisiert. Die ersten Tage in der Kaliwa Lodge in Machame waren eine gute Einstimmung auf die folgende Besteigung des Kibo. Die Lodge ist unseres Erachtens sehr schön und die Terrasse mit dem Blick zum Berg ist nicht zu toppen. Die Küche blieb leider unter ihren Möglichkeiten, gerade wenn man weiß, was unser Koch am Berg gezaubert hat. Aber das Management wird wechseln und dann wird es auch in diesem Bezug perfekt werden.

Die zwei Ausflüge zum Thema Kaffee durchs Dorf und nach Moshi sind sehr informativ und schön gewesen. Auch hat man überall direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort, was für uns eine große Bereicherung war. Dies hatten wir so nicht erwartet. Am letzten Tag haben wir dann noch ein Wanderung alleine gemacht mit Unterstützung der Dorfjugend.

Nach 3 Tagen war es dann aber auch Zeit, das es endlich los ging. Unser Guide Barick hat sich uns schon am Vortag vorgestellt. Da ich die Tour schon einmal mit Freunden unternommen habe ging das alles sehr schnell. Am nächsten Morgen ging es dann zum Machame Gate und endlich durch den Regenwald Richtung Machame Camp los. Der Regenwald machte seinen Namen alle Ehre. Aber kurz vor dem Camp kam die Sonne durch, die uns bis zum Ende auch nicht mehr verlassen sollte. Auffällig war, gegenüber meiner ersten Tour 2003, das alles um ein Vielfaches größer angelegt ist. Wir waren ja in der Vorsaison und bei uns war schon alles sehr voll. Eigentlich weiß ich nicht wo das noch hinführen soll.

Auf jeden Fall haben uns unsere Guide's Barick und Matthew absolut perfekt betreut. Das trifft natürlich auf das gesamte Team inkl. Koch und Portern zu. Sie sind die eigentlichen Helden der Tour. Die Wanderung lief nach Programm ab. Es war überall eine unbeschreibliche Stimmung und unfaßbare Aussichten. Der zweite Tag war zum Eingewöhnen Richtung Shira Plateau. Am dritten Tag auf der Wanderung zum Lava Tower wußte ich wieder, warum ich diese Tour eigentlich nicht noch einmal machen wollte. Es war schon echt anstrengend. Am Lava Tower konnte man dann auch sehen, daß die Schneegrenze bis auf ca. 4700m gesunken war. Danach läuft man aber in ein Tal mit vielen wundersamen Pflanzen Richtung Barranco Valley. Am nächsten gab es zum Katanga Camp noch einen schönen Trödeltag bevor es richtig verschärft los geht. An dem Tag ist eigentlich nur die Breakfastwall zu meistern. Am nächsten Tag geht es dann zum Barkauf Camp, wo dann um Mitternacht der Aufstieg begann.

Es war diesmal eine richtige Tortur, besonders durch die Kälte ca. - 15° bis -20° (ich war damals im Februar im Sommer da) und durch die Luftknappheit. Wir erreichten Stella Point direkt zum Sonnenaufgang. Dieser Moment ist einfach unbeschreiblich. Die letzten Meter zum Uhuru Peak waren dann ein Kinderspiel. Am Gipfel lagen ca. 1,50m Schnee. Ich glaube, das gibt es nicht so häufig. Alles um uns herum war weiß und wir hatten eine wahnsinnige Sicht. Das war auch der Grund, warum ich die Tour nochmal gemacht habe.

Beim ersten mal hatten wir Schneefall und die Sicht war ca. 10m. Der Abstieg hat dann noch mal Alles von uns abverlangt bis zum Mweka Camp. Der letzte Abschnitt war dann zum Mweka Gate ein Kinderspiel. In die Freude auf eine warme Dusche im Hotel mischte sich die Traurigkeit auf die nahende Trennung von unserem Team. Sie sind uns in den vorangegangenen Tagen an's Herz gewachsen. Ihnen haben wir sehr viel zu verdanken und würden jederzeit mit ihnen eine neue Tour unternehmen (wer weiß vielleicht in zwei Jahren). Auch der Transfer zum Hotel und zum Airport hat perfekt geklappt.

Wir hatten als Familie 2006 schon einmal mit ihrem Partner vor Ort eine Safari unternommen und haben damals, wie heute, nur beste Erfahrungen gemacht.

Der dritte Teil unserer Reise begann auf dem Airport von Stone Town. Leider hat uns die Insel Zansibar mit Regen empfangen. Die Fahrt zum Hotel war schon ein kleines Abenteuer. Das Seyyida Hotel hat eine fantastische Lage und ist sehr schön, besonders wenn man bedenkt wie die Stadt drumherum aussieht. Wenn nicht umgehend etwas geschieht kann man in wenigen Jahren die Stadt nicht mehr besichtigen, da alles verfallen ist. Das Dinner auf der wunderbaren Dachterrasse sollte man aufgrund der mangelhaften Auswahl an Speisen unbedingt austauschen mit einem Besuch des forodhani night market. Bei dem Anblick der vielen Grill-und anderen Essstände gehen einem echt die Augen und Gaumen über und er ist nur 5 Minuten vom Hotel entfernt.

Am nächsten Tag ging es dann quer über die Insel zum Kono Kono Beach Resort. Hier angekommen gehen einem schon echt die Augen über. Das ist das perfekte Gegenprogramm zur anstrengenden Bergtour. Hier haben wir eigentlich uns nur noch verwöhnen lassen in den folgenden Tagen. Ein kleiner Wermutstropfen war dann leider zum Schluß die Rückfahrt zum Flughafen. Nachdem der Fahrer extrem zu spät gekommen, auch noch sehr unfreundlich war und wollte, schien es uns eigentlich, nichts mit Touristen tun haben. Nach einer abenteuerlichen Fahrt mit Abkürzungen durch Slums kamen wir dann aber noch rechtzeitig am Flughafen an. Wir haben ihn optisch und nach seinem Auftreten irgendwie bei den Salafisten eingeordnet. Diese Begegnung war in sofern schade, da wir eigentlich auf der ganzen Reise nur extrem freundliche Menschen kennen gelernt haben. Auf jeden Fall möchten wir uns bei Ihnen als Firma moja TRAVEL und im besonderen bei Frau Hils für die fantastische Reiseorganisation bedanken. Ich denke es wird nicht das letzte mal sein.


Andre & Maren K.