Ausführlicher Reiseverlauf:
1. Tag: MENDOZA
Individuelle Fluganreise.
Ankunft in Mendoza (760 m), Transfer vom Flughafen zum Hotel, Übernachtung im 4-Sterne Hotel in Mendoza.
2. Tag: PUENTE DEL INCA (2,725m),
Besorgung des Aconcagua Park Permits (nicht inklusive). Fahrt nach Puente del Inca (182 km). Hosteria Übernachtung (Mehrbettzimmer).
Am frühen Morgen werden Sie von unserem Bergführer vom Hotel abgeholt und Sie fahren zusammen zur Parkverwaltung. Hier beantragen Sie Ihr Permit für den Aconcagua und lassen sich für die Trekkingtour registrieren. Anschließend fahren wir nach Puente del Inca (2275m). Es ist eine ca. 2,5stündige Fahrt. Vorbereitung des Gepäckes für Transport durch Maultiere. Übernachtung in der Hosteria Puente del Inca.
3. Tag: CONFLUENCIA 1 (3,500m)
Transfer zum Nationalpark-Gate. Wanderung nach Confluencia (ca. 4-5 Stunden Gehzeit).
Transfer mit dem Fahrzeug bis zum Eingang in den Park Aconcagua bei Horcones. Nach der Registrierung unserer Permits am Nationalparkeingang beginnt die Trekkingtour ins Basislager Confluencia. Bei dieser Etappe sind nur geringe Höhendifferenzen zu bewältigen; wir lassen uns trotzdem Zeit und gehen in mäßigem Tempo. Nach rund 4-5 Stunden und 12 km erreichen wir den Lagerplatz Confluencia auf 3500 m Höhe. Die Tragtiere bringen das Gemeinschaftsgepäck und unser Hauptgepäck für die nächsten Tage am Aconcagua direkt zum Basislager Plaza de Mulas. Unser persönliches Gepäck für die nächsten 3 Tage (Schlafsack, Matte, Wechselwäsche) tragen wir selbst. Im Camp Confluenica verbringen wir zwei Nächte, so dass Sie genügend Zeit zum Akklimatisieren haben. Um Ihren Aufenthalt im Camp Confluencias so angenehm wie möglich zu gestalten, führen wir ein Essenszelt und Toilettenzelt mit uns.
4. Tag: CONFLUENCIA
Wanderung zum Plaza Francia (4,000m) und zurück nach Confluencia.
Heute unternehmen wir eine Tageswanderung zur beeindruckenden South Face (Plaza Francia) des Aconcagua. Beeindruckend baut sich die gewaltige 3000 m hohe Südwand auf, der steile Südgipfel und rechts der Hauptgipfel, der höchste Punkt des amerikanischen Kontinents. Hier ist das Basislager für die Besteigung der Südwand des Aconcaguas. Nach einer Rast kehren wir zurück zum Camp Confluencias. Übernachtung.
5. Tag: PLAZA DE MULAS (4,370m)
Wanderung zum Plaza de Mulas Basecamp (ca. 7-9 Stunden Gehzeit).
Nach dem Frühstück verlassen wir Confluencia und machen uns auf den Weg ins nächste höher gelegene Basecamp Plaza de Mulas. Die Wanderung führt uns zunächst einige Stunden durch ein wüstenähnliches und leicht ansteigendes Gelände. Ein steiler Schlussanstieg kündigt das baldige Erreichen des Basecamps an. Für den ca. 20 km lange Etappe, welche mit zahlreichen Bachüberquerungen und schmalen Pfaden verbunden ist, benötigen wir ca. 8 h (900 hm). Im Plaza de Mulas treffen wir dann auf ein großes Zeltlager mit vielen internationalen Expeditionen. Hier verbringen wir die nächsten vier Tage, um die bestmögliche Akklimatisierung für unseren Körper zu erreichen. Unser permanentes Plaza del Mulas Basecamp wird von einem eigenen Manager geführt und hat ein Essenszelt sowie Toilettenzelt. Sie erhalten hier ein Einweisung in die Benutzung von Steigeisen.
6. Tag: PLAZA DE MULAS
Akklimatisierungs-Wanderung in der näheren Umgebung des Plaza de Mulas.
7. Tag: PLAZA DE MULAS
Akklimatisierungs-Wanderung und Gepäcktransport zum Plaza Canada und Rückkehr zum Basecamp. Wir führen einen digitalen Oximeter mit uns, um Ihre Akklimatisierung zu überprüfen.
8. Tag: PLAZA DE MULAS
Ruhetag im Basecamp.
Ihr Bergführer wird heute mit Ihnen die Ausrüstung überprüfen. Sie erhalten eine Empfehlung, was Sie für den folgenden Aufstieg mitnehmen müssen und was Sie zurücklassen können, um das Gewicht Ihres Rucksacks so gering wie möglich zu halten. Sie tragen Ihr persönliches Gepäck und dieses sollte 10-12 kg nicht übersteigen.
9. Tag: CAMP 1 - PLAZA CANADA (4,910m)
Trekking von Plaza de Mulas zum Plaza Canada (3-4 Stunden Gehzeit).
Aufstieg zum Plaza Canada. Normalerweise gibt es hier keinen Schnee, allerdings viel Eis, welches uns ermöglicht unsere Wasservorräte aufzufüllen. Aufgrund der Höhe und des Klimas kann es schnell zu Dehydration kommen, daher müssen Sie sehr viel trinken. Die Bergführer werden das Eis schmelzen, um für eine ausreichende Wasserversorgung zu sichern.
10.Tag: CAMP 2 - NIDO DE CONDORES 17,600ft (5,380m)
Trekking vom Plaza Canada nach Nido de Condores (5-6 Stunden Gehzeit).
Am Vormittag steigen wir weiter auf zum Camp Nido de Condores, ein großes flaches Areal. Die wenigen Felsen nutzen wir als Windschutz für unsere Zelte.
11.Tag: NIDO DE CONDORES
Ruhetag zur Akklimatisierung
Tag zur Erholung und Akklimatisierung. Von hier aus haben Sie grandiose Blicke auf den letzten Abschnitt des Trails bis zum Gipfel.
12.Tag: CAMP 3 - BERLIN (5,780m)
Trekking von Nido de Condores zum Berlin Camp (ca. 4 Stunden Gehzeit).
Ein kurzer aber steiler Aufstieg führt uns hinauf ins Camp Berlin. Unsere Träger haben wieder die Gruppenausrüstung transportiert und das Camp errichtet.
13.Tag: Reservetag (falls schlechtes Wetter)
Diese Reservetage können in allen Höhencamps oder sogar im Basecamp eingebaut werden.
14.Tag: Reservetag (falls schlechtes Wetter)
Diese Reservetage können in allen Höhencamps oder sogar im Basecamp eingebaut werden.
15.Tag: Gipfeltag Aconcagua (6962m)
Trekking vom Berlin Camp zum Gipfel und zurück zum Berlin Camp (mind. 12 Stunden Gehzeit).
Heute ist unser Gipfeltag. Wir werden ca. 12 Stunden benötigen, um den Gipfel zu erreichen und zum Camp Berlin zurückzukehren. Wir starten bereits am sehr frühen Morgen mit dem Anstieg. Die Bergführer überprüfen nochmals die persönliche Ausrüstung jedes Wanderers, bevor das Camp Berlin verlassen wird. Auf dieser Höhe sind die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und eine warme sowie wind- und wasserdichte Kleidung ist unerlässlich.
Wir wandern über die Traverse und dann die Canaleta (mittelmäßig steiles Terrain mit losem Geröll), bevor wir endlich den Gipfel des Aconcagua erreichen. Vom Dach Amerikas werden Sie mit einem fantastischen Panoramablick auf die Andenkette und bis zum Pazifik belohnt, der für alle Mühen entschädigt. Genießen Sie den Augenblick und vergessen Sie nicht Ihr Gipfelfoto! Wir kehren zum Camp Berlin zurück und verbringen hier die letzte Nacht in dieser großen Höhe.
16.Tag: PLAZA DE MULAS
Abstieg zum Plaza de Mulas Basecamp (ca. 6 Stunden Gehzeit).
17.Tag: PUENTE DEL INCA
Abstieg vom Plaza de Mulas zum Nationalpark-Gate. Transfer zur Hosteria in Puente del Inca. Übernachtung
Nach der Rückkehr in Puente del Inca dürfen Sie sich auf eine wohlverdiente heiße Dusche freuen. Beim letzten gemeinsamen Abendessen können wir die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren lassen und auf unseren Gipfelsturm anstossen.
18.Tag: MENDOZA
Rückfahrt nach Mendoza. Hotelübernachtung
Nach dem Frühstück werden wir abgeholt und fahren mit dem Minibus zurück nach Mendoza. Übernachtung im 4-Sterne Hotel.
19.Tag: MENDOZA - Reiseende
Transfer zum Flughafen Mendoza. Individuelle Rückreise nach Deutschland.
Sonstiges
Beantragen der Besteigungsgenehmigung (Permit):
Der Aconcagua befindet sich in einem Provinz-Park, welcher von der Regierung Mendozas verwaltet wird. Um Zugang zum Park zu erlangen, muss man eine Genehmigung einholen, die es erlaubt, sich im Park aufzuhalten und eine spezifische Aktivität (Besteigung, langes Trekking, kurzes Trekking) zu betreiben. Laut Gesetz der Regierung Mendozas muss man die Genehmigung persönlich einholen, aber wir begleiten Sie zum Amt und unterstützen Sie beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare. Der Preis für das Permit ist nicht im Reisepreis inklusive und muss direkt im Büro der Parkverwaltung bezahlt werden (je nach Saison zwischen US$ 110 bis US$ 330 vorbehaltlich Änderungen).
Technische Anforderungen:
Die Nordwest- oder Normalroute auf den Aconcagua weisen keine technischen Schwierigkeiten auf, daher ist keine Erfahrung im Fels- oder Eisklettern erforderlich. Je nach Zustand der Route werden Eishaken und Seile zur Sicherheit genutzt. Derartige Entscheidungen werden von den Bergführern getroffen.
Physische Anforderungen:
Am technisch leichten Normalweg (NW-Flanke) ist neben der unumgänglichen hervorragenden Kondition auch psychische Stärke und eiserner Wille gefragt, um nicht zu sagen, die Fähigkeit, sich zu quälen. Das Phänomen Höhe ist neben den konditionellen Anforderungen das größte (bei gutem Wetter eigentlich einzige) Problem am Aconcagua. Mit der richtigen Höhentaktik ist diese jedoch lösbar.
Voraussetzungen: hervorragende Kondition und Ausdauer, körperliche Robustheit und bester Gesundheitszustand; Teamgeist und Selbständigkeit am Berg, Erfahrung mit Höhen über 5000 m.
Sonstige Anforderungen:
Die größte Herausforderung bei dieser Expedition, sind die Auswirkungen der Höhe auf den Körper. Mit der richtigen Akklimatisierung kann dem entgegengewirkt werden (bei all unseren Programmen wird dafür gesorgt). Eine zusätzliche Schwierigkeit stellen die niedrigen Temperaturen dar. Mit der richtigen Kleidungen und Ausrüstung ist dies jedoch eine leicht zu lösende Aufgabe.
Bereitschaft zu Komfortverzicht: Dass beim Bergsteigen die Komfort-Ansprüche niedrig zu halten sind, versteht sich von selbst. Waschmöglichkeiten gibt es fast immer, Duschen natürlich nur in den Hotels.
Flexibilität und Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten, z. B. bei Verzögerungen, bei Behördenvorschriften oder bei Schlechtwetterphasen etc. Teamgeist und Bereitschaft zur Kameradenhilfe, zur Mithilfe beim Lageraufbau etc.
Flexibilität und Gelassenheit bei eventuellen Programmänderungen, verursacht durch höhere Gewalt.
Wichtig: Wenn man auf die Bequemlichkeiten des modernen Lebens verzichtet, um sich in ein Abenteuer zu stürzen, dann braucht man viel Vorstellungskraft und Energie. Eine gute psychische Vorbereitung auf die Schwierigkeiten und den Komfortverzicht ist für den Erfolg des Unternehmens von großer Bedeutung.