Vereinigte Staaten 17.09.2017

Alaska – Ein Erlebnis für alle Sinne!

Gute Stimmung im Camp!
Gute Stimmung im Camp! © M. Werner

Liebes moja-Team,

ich war vom 12.-26. August 2017 mit Ihrem Partner auf der Tour "Alaska Adventure" und möchte Ihnen gerne ein kurzes Feedback geben:

Die Organisation durch Ihren Partner war ausgezeichnet. Unsere Tourleiterin Joelle war alles in einer Person: Organisator, Fahrer, Koch und Betreuer. Sie hat diese Mammutaufgabe perfekt bewältigt, weil sie alles liebte, was sie tat. Sie war immer gut gelaunt obwohl uns das Wetter oft im Stich gelassen hat. Wir hatten nur einen Tag Sonnenschein, sonst hat es jeden Tag mehrmals geregnet. Die Zelte waren nass (Gott sei Dank meist nur außen)und wir konnten oft nur im Stehen unter einem notdürftigen Dach kochen und essen. Sie hat das alles mit einer Selbstverständlichkeit vorbereitet und durchgeführt und damit auch unsere Einstellung und Akzeptanz positiv beeinflusst. Es war eben Alaska, rau, unberechenbar aber wunderschön. Die Trockner auf vielen Campingplätzen waren im Dauereinsatz!

Die Gruppe bestand aus 13 Teilnehmer zwischen 25 und 66 Jahren. Ich war dabei mit Abstand die Älteste, was aber nie ein Problem war, ich fühlte mich sehr geborgen. Ich war auch die einzige Deutsche, sonst kamen die Teilnehmer aus England und Australien. Es war eine richtige Abenteuerreise. Wir konnten so ziemlich alles ausprobieren, was in Alaska möglich ist: Glacier hikes, Ice climbing, sea kayaking, canoeing, mountain biking, Rundflüge (leider war das Wetter zu schlecht) und – wenn auch wenige – Trails. Ich hätte mir ein wenig mehr Möglichkeiten zu wandern gewünscht. Dazu bräuchte man aber meiner Meinung nach zwei Reisebegleiter, damit sich die Gruppe aufteilen kann. Wenn man die zusätzlich angebotenen und kostenpflichtigen Aktivitäten nicht wahrnehmen wollte, war man sich selbst überlassen. Das war für mich kein Problem, da ich auch gerne alleine etwas unternehme, aber in Alaska ist die Situation als Bärenland doch etwas gefährlicher und nicht jeder, der eine Gruppenreise bucht, ist darauf gefasst, dass er am Ende alleine dasteht.

Das Kanufahren auf dem McLaren River möchte ich gerne noch separat kommentieren: Speedboote brachten am Vortag unser gesamtes Gepäck zu einem wunderschönen Zeltlager am Fuße des MacLaren Gletschers. Wir konnten am Lagerfeuer sitzen und die Nacht auf den Feldbetten dick eingepackt aber warm verbringen. Am nächsten Morgen standen Kanus für uns bereit, mit denen wir die 2,5 h zurück zur McLaren Lodge paddeln wollten. Unser Gepäck wurde durch die Speedboote wieder abgeholt. Da einige in unserer Gruppe noch nie im Kanu gesessen hatten, teilten wir uns in die 3er Kanus so auf, dass immer ein erfahrener Kanute mit dabei war. Trotzdem kenterten zwei der Boote ziemlich zu Beginn der Fahrt. Das wurde zwar von einem der Speedboote beobachtet, aber trotzdem mussten diese 6 Leute völlig durchnässt und extrem frierend die verbleibenden knapp 2 Stunden bis zur Lodge selbst zurück paddeln. Die Frauen waren völlig erschöpft und am Rande des Zusammenbruchs, Das hätte nicht so ablaufen müssen, d es ja Boote gab, die die Personen hätten schnell zurückbringen können oder mindestens Decken oder ähnliches hätten bringen können. Unsere Tourleiterin war übrigens auch unter den Betroffenen, sie hat das aber nicht so dramatisch eingestuft. Meiner Meinung nach muss bei solchen Touren auf größere Sicherheit und Hilfe geachtet werden. Das war aber die einzige Aktion, die nach Meinung aller in der Gruppe nicht gut betreut war.

Dafür war unser letzter Aufenthalt in Homer in der kleinen Bucht bei Thomas und MaryJane ein richtiges Highlight. Wir waren in Cabins bzw. großen Zelten untergebracht,

Generell war es eine großartige, erlebnisreiche, naturnahe Reise. Ich habe Alaska mit Haut und Haaren erfahren. Wer keine Angst vor Nässe und Schmutz hat, flexibel ist und das Abenteuer liebt, findet bei dieser Reise alles, was Alaska zu bieten hat: großartige unberührte und intakte Natur, eine Weite, wie ich sie nie vorher erlebt habe, immer wieder Tiere in ihrem Lebensraum beobachten, viele verschiedene Möglichkeiten, das Land zu Fuß, zu Wasser und aus der Luft kennenzulernen, Teamgeist, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft nicht nur in der Gruppe, sondern auch im ganzen Land. Ein Erlebnis für alle Sinne!

Sehr empfehlenswert - danke Moja!!

M. Werner