Mit dem Mietwagen durch Namibia – Tipps für Selbstfahrer
Namibia 08.10.2020

Mit dem Mietwagen durch Namibia – Tipps für Selbstfahrer

Willkommen in Namibia Schild
Willkommen in Namibia

Das dünn besiedelte Namibia mit seinen endlos erscheinenden Wüstenlandschaft ist mit einem flächendeckenden Netz an Straßen durchzogen, die hier "Pads" genannt werden. Namibia lässt sich bestens mit dem Mietwagen erkunden.

Lohnt sich eine Mietwagenreise in Namibia?

Weitläufige Straßen, atemberaubende Landschaften und zahlreiche Begegnungen mit der Tierwelt. Namibia ist ein Traumziel für diejenigen, die gerne abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sind. Eine Rundreise mit dem Mietwagen ist eine gute Wahl für diejenigen Reisenden, die gerne unabhängig und im eigenen Tempo dieses einsame Land kennenlernen möchten.

Wenn Sie die Freiheit mögen, die Ihnen eine Reise im Mietwagen bietet, dann ist eine Selbstfahrerreise durch Namibia eine durch und durch lohnende und aufregende Reise-Erfahrung. Und eine Reise mit dem Mietwagen durch Namibia ist nicht so schwierig, wie Sie vielleicht denken.

Die überwiegende Mehrheit der Straßen in diesem abgelegenen Land besteht aus Schotter. Auch wenn vielleicht exotische Wildtiere Ihren Weg kreuzen, machen das geringe Verkehrsaufkommen und die einfache Navigation das Fahren in Namibia zu einem Kinderspiel.

Die großen Hauptstraßen sind in Namibia in der Regel asphaltiert, doch die schönsten Naturwunder erreicht man nur über reizvolle Nebenstraßen, die allerdings nicht asphaltiert sind. Ja, es kann unangenehm sein, über lange Strecken auf holprigen sandigen Schotterpisten zu fahren, aber nach einer Weile wird die "namibische Massage" Teil des Erlebnisses.

Außerdem gut zu wissen für Ihre Selbstfahrer Rundreise: In Namibia herrscht Linksverkehr. Das Lenkrad ist gefühlt auf der "falschen" Seite, doch meist hat man den Dreh schnell raus.

Es wird ein Führerschein in englischer Sprache benötigt. Es genügt also nicht, nur einen deutschen Führerschein dabei zu haben, sondern zusätzlich einen internationalen Führerschein.

Eine Reise im Mietwagen durch Namibia ist einfacher als viele denken. Doch die Abgeschiedenheit und die Tierwelt können eine Herausforderung darstellen.

Sanddünen von Sossusvlei
Sanddünen von Sossusvlei

Wie sind die Straßenverhältnisse in Namibia?

In Namibia gibt es rund 65.000 Straßenkilometer, aber nur rund 5.000 Kilometer sind Teerstraßen. Die restlichen Straßen sind Schotterpisten oder Sandwege. Das verlangt von einem Fahrer viel Konzentration und streckenweise auch eine gewisse Nervenstärke. Doch haben diese unbefestigten Straßen auch den Ruf, die besten und gepflegtesten Schotterwege der Welt zu sein. Auch wenn die Sand- und Schotterpisten in einem guten Zustand erscheinen, sollte die Geschwindigkeit stets angepasst und eher moderat sein (max. 70-80 km/h). Oft gibt es Spurrillen, die von Weitem nicht immer erkennbar sind, und das Fahrzeug ins Schleudern bringen können.

Zu langsam sollte man die Wellblechpisten jedoch auch nicht befahren, denn sonst überträgt sich jede Bodenwelle und die Insassen werden ordentlich durchgerüttelt. Ein "fliegen" über die Querrillen ist macht die Fahrt erträglicher. 

Auch Wildtiere können wie aus dem Nichts erscheinen und die Straße überqueren, was zu spontanen Bremsmanövern führt, die bei zu hoher Geschwindigkeit zu Unfällen führen können.

Wie einfach ist es, in Namibia selbst mit dem Mietwagen zu fahren?

Selbstfahren ist in Namibia nicht schwierig, und wenn Sie unsere Tipps beachten, werden Sie feststellen, dass es eine durch und durch lohnende und aufregende Reiseerfahrung ist. Es gibt sehr wenig Verkehr, und mit so wenigen Straßen ist die Navigation sehr einfach. Abgesehen von den Tieren, die man meiden muss, besteht die größte Herausforderung darin, das Auto in gutem Zustand zu halten.

Tanken Sie also regelmäßig, behalten Sie Ihre Reifen im Auge und wissen Sie, wie man diese wechselt, halten Sie sich an die Straße und fahren Sie langsam, wenn andere Fahrzeuge in der Nähe sind. Wenn Sie all dies beherzigen, werden Sie eine unvergessliche Mietwagenreise durch Namibia erleben.

Faszinierende Landschaft im Norden Namibias
Faszinierende Landschaft im Norden Namibias

Welche Art von Fahrzeug sollten Sie für eine Selbstfahrerreise in Namibia mieten?

Die Frage nach dem geeignetsten Mietwagen in Namibia ist von großer Bedeutung. Während man mit einem PKW mit Zweiradantrieb auskommen kann, stellt sich die Fahrt in einem allradangetriebenen Fahrzeug als schneller, sicherer und komfortabler dar. Die Anmietung eines Fahrzeuges mit 4×4 Antrieb ist mit höheren Kosten verbunden. Hier ist eine grobe Beschreibung der verschiedenen Fahrzeugkategorien, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

Economy / 2WD

Ein normaler PKW mit Zweiradantrieb wird für Fahren in Namibia allgemein als ausreichend beschrieben. Aber auf einigen der weniger glatten Straßen kommen Sie damit definitiv langsamer voran. Auf besonders zerfurchten Straßen kann die Fahrt in einem solchen PKW ziemlich ungemütlich sein.

SUV mit höherem Radstand / 2WD 

Ein SUV mit erhöhter Bodenfreiheit kann helfen, einige der kleineren Unebenheiten besser zu absolvieren und die Fahrt auf Straßen mit Spurrillen entspannter zu gestalten. Sie könnten jedoch immer noch im Sand stecken bleiben, wenn Sie sich von den Schotterstraßen wegbewegen.

Der Aufpreis für die Anmietung eines SUV ist unserer Meinung nach gut investiertes Geld, da sich das Mehr an Beinfreiheit, Stauraum und Fahrkomfort schnell bemerkbar machen wird.

4x4 Allrad-Fahrzeug

Zwar ist ein 4×4-Fahrzeug in der Anmietung teuer (und verbraucht mehr Benzin), aber Ihre Fahrten werden mit einem solchen Geländewagen schneller, sicherer und komfortabler sein. Es ermöglicht Ihnen auch, in sandigere Regionen zu fahren, wenn Sie von den Hauptstraßen wegfahren wollen.

Gemächliche Fahrt mit dem Eselskarren
Gemächliche Fahrt mit dem Eselskarren

Hier sind unsere Tipps, die Ihnen beim Autofahren in Namibia helfen sollen, sowie Ratschläge rund um den Mietwagen und Sicherheitshinweise zum Fahren auf Schotterpisten:

TIPP 1: Mieten Sie ein 4x4 Allrad-Fahrzeug in Namibia

Es gibt nur sehr wenige asphaltierte Straßen in Namibia. Die überwiegende Mehrheit sind Schotterpisten, die in abgelegeneren Gebieten rauer und felsiger werden. Obwohl es möglich ist, viele von diesen Straßen mit einem normalen Fahrzeug mit Zweiradantrieb zu befahren, kann es eine langsame und unbequeme Reise sein. Deshalb lohnt es sich unserer Meinung nach, das Budget auf ein 4X4 Allrad-Fahrzeug zu erweitern.

Erstens hilft Ihnen die zusätzliche Bodenfreiheit dabei, auf zerfurchten Straßen und über größere Steinbrocken sicherer und komfortabler zu navigieren. Zweitens verbessert die Tatsache, dass alle 4 Räder angetrieben werden, die Bodenhaftung auf losem Kies, Sand und Gestein. Obwohl ein 4x4 in der Anmietung teurer ist und mehr Kraftstoff verbraucht, sind wir der Meinung, dass die Vorteile des Komforts, der Geschwindigkeit und der Sicherheit die Kosten überwiegen.

Fazit: Für einen ungetrübten Fahrspaß empfehlen wir einen Mietwagen mit Allradantrieb.

Unbefestigte Piste durch die Wüstenlandschaft
Unbefestigte Piste durch die Wüstenlandschaft

TIPP 2: Vollkaskoversicherung abschließen

Eine Selbstfahrer-Reise durch Namibia bedeutet, viel Zeit auf felsigen Schotterpisten zu verbringen. Es ist eine ziemliche Beanspruchung für das Fahrzeug. Steine schlagen gegen das Fahrgestell und seitlich an die Karosserie sowie an die Scheiben des Wagens. Die Windschutzscheibe oder die Lackierung kann dadurch leicht beschädigt werden.

Darüber hinaus fordert der stundenlange Einsatz auf unebenen Straßen seinen Tribut von den Reifen. Du wirst feststellen, wie häufig Reifenpannen in Namibia vorkommen, wenn du siehst, wie viele Reifenläden es selbst an den trostlosesten Straßen gibt.

Unabhängig davon, wie vorsichtig du fährst, ist es also wahrscheinlich, dass du deinen Mietwagen mit ein paar blauen Flecken deines Abenteuers zur Autovermietung zurückbringst. Daher ist es sinnvoll, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. 

TIPP 3: Verlangsamen Sie die Geschwindigkeit beim Vorbeifahren anderer Autos auf Schotterpisten

Eine der Freuden einer Namibia-Reise ist, dass man stundenlang fahren kann, ohne dass man einem anderen Fahrzeug begegnet. Doch wenn diese Situation eintritt, denken Sie bitte daran, dass durch das Fahren auf den unbefestigten Pisten Steine und Staub von der Straße aufwirbelt werden. Diese können beim Passieren das entgegenkommende Fahrzeug treffen. Vergewissern Sie sich also, dass Sie langsamer werden, das Tempo reduzieren und so weit wie möglich nach links fahren, wenn Sie an dem entgegenkommenden Fahrzeug vorbeifahren. Dadurch können unnötige Steinschläge weitgehend vermieden werden.

Die Tempolimits in Namibia ändern sich zwar, sind aber im Allgemeinen wie folgt: Auf öffentlichen Straßen innerhalb städtischer Gebiete und Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h, auf Schotterpisten 100 km/h und auf asphaltierten Straßen 120 km/h. Einige der Schotterpisten haben eigentlich eine ziemlich glatte, verdichtete Oberfläche, was bedeutet, dass man fast die Geschwindigkeitsbegrenzung erreichen kann. Auf den meisten Schotterstraßen ist aufgrund der Straßenverhältnisse das Erreichen des vorgeschriebenen Tempolimits jedoch nur ein Wunschtraum.

Unterwegs auf einer wilden Piste in Namibia
Unterwegs auf einer wilden Piste in Namibia

TIPP 4: Nicht vom Fahrbahnrand abweichen

Namibia ist ein karges, sandiges Land. Viele der Straßen wurden durch das Abwerfen eines Haufens von Kies auf den Sand und dessen Abflachung geschaffen. Dadurch entsteht ein sicherer Bereich, auf dem man fahren kann, allerdings ist dieser sichere Bereich nicht breiter als der Kies, den man sieht. Wenn Sie sich auch nur ein wenig von der Schotterpiste entfernen, könnten Sie sich im tiefen Sand wiederfinden. Ein Untergrund, aus dem Sie das Auto vielleicht nur schwer wieder herauskommen. Wenn Sie also anhalten müssen, fahren Sie nicht vollständig von der Straße ab, sondern ziehen Sie einfach zur Seite und bleiben auf dem Schotterweg. Bei dem wenigen Verkehr kann es eine lange Wartezeit bedeuten, bis Hilfe zur Stelle ist.

Autofriedhof in Namibia
Autofriedhof in Namibia

TIPP 5: Die Reifen regelmäßig überprüfen und auf Reifenwechsel vorbereitet sein

Die Straßen Namibias sind rau. Sand, Kies und Steine beanspruchen die Reifen stark, so dass es sich lohnt, diese regelmäßig zu überprüfen. Jedes Mal, wenn Sie an einer Tankstelle halten, wäre es nicht übertrieben einen Blick auf die Reifen zu werfen.

Der Reifendruck spielt bei der Straßenlage des Fahrzeuges eine große Rolle. Bitte überprüfen Sie deshalb vor jeder Abfahrt die Reifen und deren Druck, welcher in Abhängigkeit des Zustandes der zu befahrenden Route gewählt wird.

Kommt es dann doch zu der Situation, dass ein Reifen geplatzt ist, ist Ihr Einsatz gefragt! Ein Reifenwechsel ist einfacher, als man denkt. Sollten Sie noch nie zuvor einen Autoreifen gewechselt haben, ist es keine schlechte Idee vor der Mietwagenreise in Namibia sich damit vertraut zu machen. Denn Reifenpannen sind in Namibia keine Seltenheit. Lassen Sie sich also nicht durch das Risiko einer Reifenpanne abschrecken, seien Sie einfach vorbereitet.

Denken Sie daran, dass Sie bei einer Reifenpanne und einem Reifenwechsel erstmal keinen weiteren funktionierenden Ersatzreifen mehr bei sich haben. Sollten Sie aus Platzgründen keinen zweiten Ersatzreifen dabeihaben, gehen Sie zur nächsten Tankstelle und lassen Sie dort den defekten Reifen reparieren. Die meisten Tankstellen reparieren Reifen für sehr geringe Kosten und es gibt außerdem viele Reifenreparaturstellen entlang der Hauptstraßen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie zwei Reserveräder mitführen, denn auf Schotterpisten sind Reifenschäden keine Seltenheit. Überzeugen Sie sich bei Übernahme des Mietwagens außerdem davon, dass das notwendige Werkzeug für einen Reifenwechsel, wie z.B. Wagenheber im Fahrzeug vorhanden und funktionstüchtig sind.

TIPP 6: Vergewissern Sie sich, ob andere Fahrer Hilfe benötigen

Eine Namibia-Selbstfahrerreise kann eine herrlich einsame Angelegenheit sein. Auf den belebteren Straßen kommen Sie vielleicht an einem halben Duzend Autos pro Stunde vorbei, aber auf den ruhigeren Strecken werden Sie möglicherweise stundenlang niemandem begegnen. Während die Einsamkeit genau das ist, was eine Selbstfahrertour in Namibia zu einem so großartigen Erlebnis macht, ist es wichtig, ein guter "Roadtripper" zu sein und auf seine gleichgesinnten Mitreisenden zu achten.

Wenn Sie jemanden am Straßenrand stehen sehen, fahren Sie langsamer und vergewissern Sie sich durch Nachfrage, dass die Person in Ordnung ist oder ob sie eventuell ein Problem hat. Vielleicht genießen diese Reisenden nur die Aussicht, aber vielleicht sind sie mit einer Panne konfrontiert, haben keinen Treibstoff mehr, stecken im Sand fest oder haben sich völlig verfahren.

Bei nur so wenigen Menschen, die in entlegenen Gebieten unterwegs sind, sollte man auf seine Mitreisenden achten, denn bis das nächste Fahrzeug vorbekommt, können Stunden vergehen. Schließlich könnten auch Sie sich mal in einer misslichen Lage befinden und über jede Hilfe dankbar sein.

Durstige Giraffen am Wasserloch
Durstige Giraffen am Wasserloch

TIPP 7: Scheinwerfer immer eingeschaltet lassen

Wenn Sie auf sandigen Pisten fahren, steigen große Staubwolken um Ihr Auto herum auf. Das beeinträchtigt die Sicht, besonders für die Ihnen nachfolgenden Autos. In Namibia ist es daher erforderlich, dass die Scheinwerfer vor allem zu Ihrer eigenen Sicherheit immer eingeschaltet sind. Auf diese Weise können die Autos vor Ihnen Sie deutlich kommen sehen. Wichtiger ist jedoch, dass die Fahrzeuge hinter Ihnen - die in Ihrer Staub- und Sandwolke gefangen sein könnten - die Rückseite Ihres Autos sehen können, um entsprechenden Abstand zu halten.

TIPP 8: Vorsicht vor Wildtieren auf der Straße

Wenn Sie denken, dass die wilden Tiere nur in den Nationalparks von Namibia anzutreffen sind, dann lassen Sie sich eines Besseren belehren. Die Wildtiere sind überall! Geparden und Leoparden jagen auf privaten Farmen, Oryx und Paviane laufen auf Schotterpisten herum und Giraffen fressen an Bäumen am Straßenrand. Das bedeutet, dass man jederzeit auf ein wildes Tier treffen kann und sich möglicherweise auch die Straße mit ihnen teilen muss. Halten Sie also stets die Augen offen und achten Sie auf alles, was Ihnen in den Weg kommen könnte. Es wäre eine Schande, einem dieser wunderbaren Geschöpfe zu schaden.

Tierischer Verkehrsteilnehmer
Tierischer Verkehrsteilnehmer

TIPP 9: Nachtfahrten vermeiden

Sofern Sie sich nicht in einer Stadt befinden, ist es keine gute Idee, nachts in Namibia mit dem Auto zu fahren. Es gibt fast keine Straßenbeleuchtung, und mit Schlaglöchern und unebenen Oberflächen kann das Fahren bei Nacht bei schlechtem Licht gefährlich sein. Neben Ihrer eigenen Sicherheit gibt es noch einen weiteren Grund, warum Sie das Fahren bei Dunkelheit vermeiden sollten. Tiere jagen und sind in der Regel während der kühleren Abendtemperaturen aktiver. Es ist viel schwieriger, diese bei Dunkelheit auszumachen, und verschiedene Lebewesen wie Kudu und andere Antilopen neigen sogar dazu, in entgegenkommende Scheinwerfer hineinzuspringen. Um sowohl Ihre also auch die Sicherheit der Stars der namibischen Tierwelt zu gewährleisten, sollten Sie nur bei Tageslicht fahren.

TIPP 10: Navigations-App herunterladen

Es gibt nicht so viele Straßen in Namibia, so dass die Navigation relativ einfach ist. Die Straßen und Abzweigungen sind gut beschildert. Zur Navigation genügt eine herkömmliche Landkarte, die auch dann noch „funktioniert“, wenn das GPS-Signal für das Navigationssystem nicht verfügbar ist.

Die Navigations-App Google Maps bietet eine umfangreiche Abdeckung des Landes, aber der Mobilfunkempfang ist in weniger dicht besiedelten Gebieten jedoch lückenhaft. Stellen Sie also sicher, dass Sie Google Maps für das Gebiet, das Sie erkunden möchten, herunterladen, bevor Sie sich auf den Weg machen.

Es gibt neben Google Maps auch andere gute Navigations-Apps, die oft eine bessere Offline-Funktionalität und genauere Schätzungen für die Reisezeiten bieten.

Natürlich ist es auch möglich zusammen mit dem Mietwagen ein Navigationsgerät auszuleihen. Dies ist bei den meisten Autovermietern in Namibia gegen Aufpreis möglich.

Offline Navigation bei der Reise mit dem Mietwagen durch Namibia
Offline Navigation bei der Reise mit dem Mietwagen durch Namibia

TIPP 11: Lassen Sie sich viel Zeit für Ihre Reise

Die Fahrzeiten in Namibia sind oft schwer einzuschätzen. Während Navigationsgeräte bei der Schätzung der Fahrzeiten gute Arbeit leisten, hängt die Einschätzung der Fahrzeiten stark vom Fahrzeug und von dem Vertrauen ab, mit dem Sie es fahren. Auch die Straßenqualität ändert sich mit der Zeit. Eine flache, geradlinige Schotterpiste kann mit 100 km/h befahren werden, aber sobald diese Spurrillen aufweist, halbiert sich die Geschwindigkeit auf 50 km/h. Planen Sie daher keine zu langen Fahrtstrecken und versuchen Sie möglichst früh am Morgen abzufahren, damit Sie, falls Sie länger als erwartet für die Strecke benötigen, nicht in der Dunkelheit fahren müssen.

TIPP 12: Immer mit gutem Vorrat an Wasser und Snacks im Mietwagen reisen

Wenn man in Namibia mit dem Mietwagen unterwegs ist, befindet man sich oft mitten im Nirgendwo, ohne dass jemand und irgendetwas in der Nähe ist. Selbst in belebteren Gegenden wie dem Etosha-Nationalpark können die Entfernungen zwischen den Geschäften groß sein. Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie sich mit ausreichend Proviant und Trinkwasser eindecken. Zunächst einmal sind Snacks eine wichtige Zutat auf jeder anständigen Mietwagenreise. Aber noch wichtiger ist, dass Sie stets eine ausreichende Menge an Wasser dabeihaben. Sollten Sie unterwegs mal ein Problem haben und in der Hitze ein paar Stunden auf Hilfe warten müssen, ist die Versorgung mit Wasser essenziell.

Deadvlei
Deadvlei

TIPP 13: Regelmäßig Tanken

Es gibt genügend Tankstellen im ganzen Land, an denen man Tanken kann, jedoch nicht so viele, dass man sich völlig entspannen kann. Entlang der Hauptstraßen gibt es in den meisten Kleinstädten eine Tankstelle. Aber in den entlegeneren Gebieten sind die Tankstopps möglicherweise weniger häufig. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass den Tankstellen das Benzin ausgeht.

Stellen Sie also sicher, dass Sie wissen, wo sich die nächste Tankstelle auf Ihrer Reiseroute befindet. Tanken Sie am besten bei jeder Gelegenheit auf, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Überprüfen Sie zusätzlich bei jedem Tanken den Öl- und Wasserstand sowie Reifendruck des Fahrzeuges.

Solitaire - eine Tankstelle im Nirgendwo
Solitaire - eine Tankstelle im Nirgendwo

TIPP 14: Verkehrsschilder beachten

Bitte beachten Sie unbedingt die Verkehrsschilder, vor allem jene, die auf Kurven hinweisen. Nahezu jede Kurve auf Schotterstraßen wird in Namibia mit einem Schild angezeigt – und das aus gutem Grund: die Unfallgefahr ist in diesen Straßenbereichen wesentlich höher! Reduzieren Sie rechtzeigt vor Erreichen einer Kurve Ihre Geschwindigkeit und bremsen Sie niemals in einer Kurve auf Schotterstraßen.

Neben bekannten Hinweisschildern findet man in Namibia auch einige ungewöhnliche Verkehrsschilder, die auf das Vorkommen von z.B. auf Elefanten, Geparde, Wildpferde, Springböcke und allerhand weiterer Tiere hinweisen. Eine Sichtung der auf den Schildern abgebildeten Tiere wird jedoch nicht garantiert 😉

Vorsicht - hier könnte wirklich ein Elefant die Piste überqueren
Vorsicht - hier könnte wirklich ein Elefant die Piste überqueren!

TIPP 15: Reinigen Sie Ihr Mietfahrzeug vor der Rückgabe

Das Autofahren in Namibia ist eine staubige und sandige Angelegenheit. Es wird unmöglich sein, das Fahrzeug nach ein paar Wochen Fahrt auf den desolaten Schotterstraßen sauber zu halten. Überraschenderweise sind die namibischen Autovermieter in einem so staubigen Land sehr pingelig in Bezug auf die Sauberkeit ihrer Fahrzeuge und werden Ihnen die Kosten für die Reinigung in Rechnung stellen. Lassen Sie Ihr Auto vor der Rückgabe an einer der großen Tankstellen für kleines Geld reinigen (innen und außen).

Namibia Selbstfahrer-Reisen im Überblick:

Naturwunder Namibia
Namibias Norden Wildnis Küste
Namibias Süden Kalahari Sossusvlei Swakopmund
Selbstfahrertour von Kapstadt nach Windhoek
Selbstfahrertour von Windhoek nach Victoria Falls
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