Argentinien 14.01.2017

Wunderschöne Wanderreise durch Patagonien

Herrlicher Blick auf den Cerro Fitzroy
Blick auf die Laguna de los Tres und den beeindruckenden Fitz Roy © S. Lubeley

Liebe Frau Hils,
nun bin ich schon seit einem Monat aus den südlichen Polarregionen und Patagonien zurück und noch immer am Sortieren der vielen Fotos.
Die Wanderreise durch Patagonien (insbesondere Los Glaciares NP in Argentinien und Torres del Paine NP in Chile) war wunderschön. Tolle ein- und mehrtägige Wanderungen mit einer sehr netten und fitten internationalen Gruppe in wirklich beeindruckender Berg- und Steppenlandschaft. Die Wege waren oft uneben, steil und sportlich, bei passender Wahl des Tempos aber für alle Teilnehmer gut zu bewältigen. Wir hatten Glück mit dem Wetter und fast nur Sonnenschein und gute Aussicht auf die Berge. Der lokale Guide in Argentinien (Fernando) kannte sich hervorragend in der heimischen Fauna (einschließlich Vogelstimmen) und Flora aus und hat sie mit Freude jedem Interessierten gezeigt und erklärt. Es war eine tolle Tour!

Die Lunchpakete für die Wanderungen waren reichlich und das Essen gut. Allerdings war das Frühstück nicht in allen Herbergen ausreichend für die anschließende Tageswanderung und man sollte ein (ausreichend) großes Budget für nicht eingeschlossene Mahlzeiten einplanen. Da man häufig als Gruppe gemeinsam essen geht und die Restaurant-Preise erstaunlich hoch sind, kann es sein, dass man nicht genug Bargeld zur Hand hat. Kreditkarten funktionieren nicht überall und an Geldautomaten lassen sich nur kleine Summen für hohe Gebühren abheben, so dass man Bankgänge gut planen muss. Da neben Getränken und einer Reihe von Mahlzeiten auch die Nationalparkgebühren selbst bezahlt werden müssen, waren die Nebenkosten für alle Teilnehmer eher höher als erwartet.

Sehr empfehlen für Pinguininteressierte kann ich auch die optionale Halbtagesfahrt zur Estancia Haberton und von dort zur Insel Martillo Island ('Wanderung mit Pinguinen'). Hier leben und brüten Kolonien von Magellanpinguinen und in geringerer Zahl auch Eselspinguine (gentoos). Zu Besuch war außerdem ein Paar Königspinguine am Strand. Die kleinen Magellanpinguine waren gerade geschlüpft und einige lugten aus den Bruthöhlen heraus, so dass wir sie sehen konnten.

In El Calafate bietet das Vogelschutzgebiet Laguna Nimez eine hervorragende Exkursionsgelegenheit für Vogelinteressierte. Am Eingang gibt es ein übersichtliches Schild mit den meisten dort anzutreffenden Vogelarten (Bilder, Namen) und abends werden 2-stündige ornithologische Exkursionen mit einem Guide angeboten, die ich sehr empfehlen kann. Ich war nach der Fahrt zum Perito Moreno Gletscher mit dem Guide alleine unterwegs und wir haben über drei Stunden zu Fuß über 40 verschiedene Vogelarten gesichtet, darunter auch Flamingos und unterschiedliche Greifvögel. Man erhält eine Ankreuzliste mit allen Vogelnamen (auch wissenschaftlich) und ein Fernglas, falls kein eigenes vorhanden ist. Das Reservat ist leicht zu Fuß vom Stadtzentrum aus zu erreichen und gut ausgeschildert.

Herzliche Grüße

S. Lubeley