Neuseeland 24.01.2019

Postkartenreife Ausblicke auf Neuseelands Südinsel

Anfang Januar, also im Hochsommer Neuseelands, hat meine Südinseltour begonnen. Ich bin als Aupair für acht Monate in Auckland und hatte mit einer Freundin das Ziel, in unseren zehn Tagen Urlaub, so viel wie möglich von der Südinsel zu sehen. Unsere Tour hat in Christchurch begonnen und am Anfang waren wir etwas überrascht. Wo man doch in Neuseeland überall Deutsche findet, waren wir, wie wir nach unserem Speeddating im Bus feststellten, die einzigen Deutschen. Unser Bus saß voll mit Menschen verschiedenster Herkunft, wodurch wir auf unserer Tour nicht nur die Südinsel Neuseelands kennengelernt, sondern auch einen Einblick in zum Beispiel die indische, koreanische und amerikanische Kultur bekommen haben.

Mein Highlight im Hinblick auf die Natur war eindeutig Tag fünf! Wir sind durch den Fiordland Nationalpark mit Fotostopp an den Mirror Lakes zum Milford Sound gefahren und haben dort eine Bootstour mit Fish and Chips zum Lunch gemacht. Es gab durchgehend postkartenreife Ausblicke zu sehen und mit dem landestypischen Fish and Chips hat man sich richtig angekommen gefühlt. Die im Rückblick besten Tage der Tour hatte ich aber eindeutig in der Abenteuerstadt Queenstown. Obwohl ich als Adrenalinmeider eher dachte, dort komplett fehl am Platz zu sein, hatte ich beim Luge fahren, beim allerorts bekannten Fergburgeressen oder beim Besuch der Icebar und anschließender Kneipentouren mit der ganzen Gruppe, zwei richtig schöne Tage.

Ich muss gestehen, dass meine Freundin und ich vor der Tour davor Angst hatten, dass wir sehr viel langweilige Zeit im Bus verbringen werden. Und ja, an unseren "Fahrtagen" haben wir meist mehrer Stunden im Bus verbracht, aber es war alles andere als langweilig. Wir haben so viele kurze Zwischenstopps an Aussichtspunkten, Walkways oder an besonderen Orten (die wir alleine nie gefunden hätten) gemacht und die uninteressanten Abschnitte mit neuseeländischen "must have seen" Filmen überbrückt, dass die Zeit wie im Flug verging.

Ein großes Dankeschön geht an unseren Tourleiter Jimmy und unsere Busfahrerin Emily, die uns durch ihr Wissen und ihre Erfahrungen einen Einblick in das Land gegeben haben, den wir alleine nicht besser hätten bekommen können!


Samira B.