Kenia 08.11.2018

Safari, Eco Camp und Kultur - Kenia als beeindruckendes Reiseland

Es ist nun schon wieder einige Zeit vergangen, seit ich von meiner Reise nach Kenia zurückgekehrt bin und ich möchte euch gerne von meinen Eindrücken und Erlebnissen berichten!

Mit KLM ging es via Amsterdam in die Hauptstadt Nairobi. Sehr empfehlenswert ist für diesen langen Flug die Comfort-Economy Klasse, die man gegen einen kleinen Aufpreis buchen kann. In Nairobi habe ich ein wenig Sightseeing betrieben und u.a. den David Sheldrick Elephant Trust und das Giraffen-Center besucht. Besonders gut hat mir aber das Karen-Blixen-Museum gefallen, in dem man mehr über die bekannte Romanautorin und ihr bewegtes Leben erfahren konnte. Ebenfalls ein Besuch wert ist das berühmte Restaurant „Carnivore“. Ehrlich? Nichts für Vegetarier, aber alle anderen werden es lieben! Eine super Gelegenheit auch mal exotisches Fleisch zu probieren.

Die erste Safari habe ich im Lake Nakuru Nationalpark unternommen. Berühmt geworden durch seine riesigen Flamingoscharen, sind die Vögel aufgrund gestiegener Wasserpegel weitestgehend zu anderen Seen umgezogen. Sehenswert ist der Park trotzdem. In der zauberhaften Landschaft kann man zahlreiche Wasserböcke, Antilopen und Zebras entdecken, ebenso wie Löwen und Nilpferde. Das Besondere ist aber die große Population Nashörner, die sich gerne am Seeufer aufhalten. Hier hatten wir das große Glück ein Nashornbaby mit seiner Mutter bei der Wanderung zum See quasi zu begleiten.

Eine Oase der Ruhe erwartete mich am Lake Baringo: der alkalische See liegt etwas abseits der üblichen Touristenattraktionen. Die trockene Landschaft zieren zarte Wüstenrosen und andere Sukkulenten. Am frühen Morgen ging es auf eine Bootsfahrt und ich konnte im warmen Licht des Sonnenaufgangs die unzähligen Vögel bei ihrem Morgenritualen beobachten: Eisvögel, Störche, Webervögel und Weißkopfseeadler, um nur einige zu nennen. In einer ruhigen Bucht konnte ich auch ein kleines Krokodil aus nächster Nähe beobachten. Zu den Nilpferden hielten wir jedoch sicheren Abstand, das Prusten und Schnauben war auch so eindrucksvoll genug.

Am Lake Naivasha besuchte ich das kleine private Crater Lake Schutzgebiet. Begleitet von einer Wildhüterin begaben wir uns auf eine Walking-Safari durch den kleinen Park auf der wir uns Zebras, Antilopen und Büffeln näherten. Anschließend erklommen wir den höchsten Punkt des Kraterrandes und genossen bei einem Sundowner den Blick auf die Landschaft.

Am nächsten Morgen ging es weiter zum Hell’s Gate NP. Hier beobachteten wir grazile Giraffen beim akrobatischen Trinkversuch bevor wir uns auf die wagemutige Wanderung durch die Schlucht zum Devils Bedroom begaben. Begleitet durch die teils engen Schluchten, wurden wir hier von einem kundigen Masai-Guide.

Ein besonderes Highlight der Tour wartete am nächsten Tag in dem kleinen Ort Maji Moto auf uns: dort verbrachte ich zwei Nächte in einem kleinen Eco Camp, welches von den ansässigen Massai geleitet wird. Von der kleinen Anhöhe aus, hat man einen tollen Ausblick auf die Loita Plains. Das Camp ist liebevoll gestaltet: überall gibt es Sitzgelegenheiten, die einen traumhaften Ausblick auf den Sonnenuntergang gewähren. Die einfachen, gemütlichen Zelte liegen leicht versteckt zwischen liebevoll angelegten Wegen und bieten eine komfortable Matratze, Solarlicht und ebenfalls Rückzugsmöglichheiten. Das Warm-Wasser für die gemeinschaftliche Dusche wird von der nahen Quelle geliefert und vom gemeinschaftlichen Toilettenhäuschen hat man sogar zu bestimmten Jahreszeiten Blick auf die vorbeiziehende Gnu-Migration. Den Massai, die das Camp betreiben, ist es auch wichtig den Gästen einen Einblick ins alltägliche Leben zu gewähren, ohne dabei theatralisch zu wirken. Auf einer geführten Wanderung lernt welche Sträucher medizinische Wirkung haben, welche essbar sind und welche sogar als Deo verwendet werden können. Auch Feuermachen, traditionelle Lieder und ein sehr spaßiges, wenn auch anstrengendes Masai-Wurf-Training standen auf unserem Programm. Es fiel uns sichtlich schwer, diesen tollen Ort zu verlassen.

Doch noch wartete das letzte Highlight der Reise auf mich: der Besuch der Masai Mara. Wir entdeckten faul dösende Löwen, die zu satt waren, um sich von den umherstehenden Gnus hätten reizen lassen, Geparden, Elefanten, Giraffen, Antilopen, Nilpferde, Krokodile und natürlich Gnus! Gnus wohin man auch blickte, begleitet von dem klangvollen, vielstimmigen „Muuuh“. Mitten auf der Straße stehend, vor unserem Safarifahrzeug herrennend (statt zur Seite zu springen) und zögernd vor dem krokodilverseuchten Mara Fluss – das Crossing habe ich nicht mehr miterlebt, da wir schließlich die Rückfahrt nach Nairobi antreten musst, aber auch so war die Präsenz der Tiere sehr eindrucksvoll.

Das Reiseland Kenia hat mich sehr beeindruckt, vor allem die vielfältigen Möglichkeiten aktiv Land und Leute zu erkunden. Gerne bin ich Euch bei der Planung eurer eigenen Reise behilflich. Lasst euch von unseren Reiseprogrammen inspirieren oder stellt eure ganz eigene, individuelle Reise zusammen.

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