El Salvador

El Salvador – Im Land der unbekannten Naturschönheiten

Im kleinsten Land Mittelamerikas gibt es viele Naturschätze zu entdecken. Mächtige Vulkane durchziehen die Landschaft, weite Strände winden sich an der Pazifikküste, lebensfrohe Einheimische und traditionsreiche Kultur prägen El Salvador.

Vulkane, Nebelwald und Seen

Nahe der Hauptstadt San Salvador erstreckt sich der Cerro Verde Nationalpark. Sattgrüne Wälder bedecken seine Hänge und er begeistert mit Aussichten auf die Vulkankegel von Izalco und Santa Ana. Wer die Vulkanlandschaft zu Fuß entdecken will, dem stehen einige Wandermöglichkeiten zur Auswahl.

Ein Geheimtipp ist der türkisblau strahlende Kratersee Coatepeque, der als einer der schönsten und zugleich noch touristisch unentdecktesten Zentralamerikas gilt. Outdoorliebhaber werden im El Boquerón Nationalpark bei Wanderungen um den Vulkankrater mit weitläufigen Aussichten belohnt oder kommen beim Abstieg in den Krater selbst auf ihre Kosten.

Charmante Kolonialstädte und die Straße der Blumen

Unweit des Nationalparks liegt Santa Ana. Bunte Häuser im Kolonialstil säumen die Straßen und das historische Zentrum mit seinem Theater und der Kathedrale gehören zu den besterhaltenen in El Salvador.

Suchitoto, die Kulturhauptstadt des Landes, bezaubert mit seinem Labyrinth aus gepflasterten Straßen, der strahlend weißen Santa Lucia Kirche und der kolonialen Architektur. Künstlerwerkstätten, Galerien, Märkte und die entspannte Atmosphäre machen die Stadt auch für die Bewohner San Salvadors zu einem beliebten Erholungsort. Nahe der Stadt liegt der malerische Suchitlán See, der vielen Zugvögeln ein Zuhause bietet und mit dem Boot erkundet werden kann.

Im Westen des Landes verbindet die „Straße der Blumen“ auf über 30 km sechs Gemeinden. Die Ruta de las Flores ist rechts und links mit bunten, blühenden Blumen gespickt, nach denen sie auch ihren Namen erhielt. Nicht nur die Blumen sind bunt, auch an den Häuserwänden der Gemeinde Ataco sind regelrecht farbenfrohe Kunstwerke zu bestaunen.

Auf den Spuren der Maya

Tazumal zählt zu den bekanntesten Maya-Ruinenstätten in El Salvador. Forscher gehen von einer Besiedelung ab dem 1. Jhr. n. Chr. aus. Das Gelände ist nicht groß, jedoch beherbergt es die kleine und große Tempelpyramide. Im örtlichen Museum finden sich einige Exponate, die einen kleinen Einblick in die Maya-Kultur bietet.

Ein wahres Juwel ist Joya de Cerén. Es wird auch als „Pompeji Mittelamerikas“ bezeichnet und wurde in die Liste der UNESCO aufgenommen. Etwa um 600 n. Chr. begrub die Asche des ausgebrochenen Ilopango Vulkans das Maya-Dorf komplett unter sich und wurde so bis zur Entdeckung im Jahre 1976 konserviert. Die Bewohner mussten früh gewarnt gewesen sein, denn man fand keine Leichen, nur zurückgelassene Alltagsgegenstände und sogar Speise- und Pflanzenreste. Eine faszinierende Momentaufnahme des alltäglichen Lebens der alten Maya!

Wind, Wellen und Surfen

Surfbegeisterte sind in El Salvador an der richtigen Adresse! Schwarze Sandstrände und rauschende Wellen machen die Gegend um El Tunco und El Cuco zu Surferparadiesen.

Kulturelle Eigenheiten

Pupusas sind das Nationalgericht El Salvadors. Die gefüllten Teigtaschen haben sogar einen eigenen Feiertag und tragen als Exportschlager einen Teil der Wirtschaft. Der Duft von frisch gebrühtem Café steigt in die Nase… Das Land ist bekannt für seinen Hochlandkaffee. Kaffeeplantagen, sogenannte Fincas, gibt es zuhauf. Wer Interesse an der Verarbeitung der Bohnen hat, kann sich auf einer der Plantagen nach einer Führung erkundigen.

Blaues Gold… Bereits zur Maya-Zeit wurde der blauen Farbe der Indigo-Pflanze eine Bedeutung zugesprochen. El Salvador baut noch als eines der wenigen Länder diesen natürlichen Farbstoff an. Manche Gemeinden bieten Indigo-Workshops an, in denen Besucher mehr über die Pflanze erfahren und Einblick in die Kunst des Färbens erhalten.

Zwar ist El Salvador das kleinste Land Zentralamerikas, doch hat es mit seiner traumhaften Landschaft und unglaublich lebensfrohen Menschen Großes zu bieten.

Klima
Da das Klima in El Salvador tropisch geprägt ist, gibt es wenig Unterschied im Jahresverlauf. Allerdings nehmen die Temperaturen mit steigender Höhe ab. Die Trockenzeit erstreckt sich zwischen November und April, während der Rest des Jahres zur Regenzeit gehört, in der im Grunde der gesamte jährliche Niederschlag fällt.

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