Botswana 04.10.2016

Spannende Botswana Campingsafari

Im August waren wir auf der 15-tägigen Campingsafari durch Botswana. Gestartet hatte unsere Reise In Johannesburg, wo wir bei anbrechender Dunkelheit das Flughafengebäude verließen und ziemlich erschöpft in der für uns gebuchten Unterkunft ankamen. Nach einer kleinen Einführung zur Tour und einem ersten afrikanischen Abendessen (mein Reisepartner hatte sich schon so auf das Krokodilgericht gefreut, welches er schon vom letzten Besuch kannte) fielen wir müde in die Betten, schließlich sollte es gleich am nächsten Morgen um 6 Uhr losgehen.

Nachdem ich die letzten Jahre immer auf eigenen Faust in fernen Ländern unterwegs war, war ich der gebuchten Gruppenreise doch vor Reisebeginn etwas skeptisch gegenüber gewesen. Auch das südliche Afrika mit seiner Tierwelt war mir noch ein ganz neues Gebiet, wo ich bisher doch eher am Kontakt mit den unterschiedlichen Kulturen und Menschen interessiert war anstatt „endlos durchs Fernglas zu schauen" und Tiere zu spähen. Ich wollte auch keinesfalls eine Safariteilnehmerin sein, die wie in einem Film durch die Gegend chauffiert wird und abends im Busch eine bestens ausgestattete luxuriöse Unterkunft betritt.

Ich konnte dann glücklicherweise schon in den ersten Reisetagen feststellen, dass unsere Tour ein richtiges Erlebnis werden würde. Die Fahrt mit dem großen Truck, wild durch den Busch in Richtung Okavango Delta, ließ mir beim Anblick des ersten Elefanten mein Herz höher schlagen. Da stand das große graue Tier keine 10 Meter vom Truck entfernt und schlackerte mit seinen Ohren. Die Fahrt mit den Mokoros (Holzboote) ins Okavango Delta war ein faszinierendes Erlebnis in schweigender Natur mit einem sehr aufmerksamen und weisen Fahrer. Tief im Delta drin hatten wir das Glück und hörten und sahen wir mehr als 10 Hippos, die im Wasser trieben und unsere Truppe visierten. Es war ein unglaubliches Gefühl, mit den Tieren „auf einer Höhe" zu sein, ihre Laute zu hören und sie immer wieder beim Auf- und Abtauchen beobachten zu können.

Die erste Zeltnacht war voller Spannung und ließ manch Mitreisende kaum ein Auge zu machen, da das wilde laute Planschen der Hippos doch für Aufregung sorgte... Der Gang zur Buschtoilette war in der Dunkelheit schon eine Herausforderung... vor allem dann, wenn man die Tiergeräusche und das Getrampel von der Nähe oder Ferne noch nicht richtig einschätzen konnte... Es war einfach sehr spannend und ging auch so weiter. Buschwalks inmitten der Natur und dem Lebensraum der Tiere faszinierten mich immer mehr, so dass ich nun doch froh war, dass ich ein Fernglas dabei hatte.

Die Tage vergingen nur so und jeder Zeltplatz war einmalig! Die Fahrt durch den Moremi Park, wo wir wirklich sehr viel Glück hatten und unter anderem eine ganze Löwenfamilie sahen, beeindruckte mich sehr. Als wir gerade noch den Löwenvater am Wasser sitzen sahen, die Elefantenherde von etwa 50 Tieren aus dem Wald gekommen war und die Dämmerung einkehrte hatten wir einfach nur das Gefühl „mittendrin" zu sein. Als der Truck dann keine 10 Minuten später anhielt und unser Guide uns zum Zeltaufbau aufrief, waren wir dann doch etwas sprachlos.. Inmitten des Busches, umringt von vielen wilden Tieren sollte nun unser Schlafplatz sein?! Spannend... einfach sehr sehr spannend... wenn auch am Anfang etwas ungewiss. So verbrachten wir viele Zeltnächte irgendwo im Busch (man nennt es dennoch ausgewiesener Zeltplatz!!). Die vielen unterschiedlichen Zeltübernachtungen gaben der Reise ihr einmaliges Flair und bekräftigen die Entscheidung zu einer Gruppenreise. Auf eigene Faust mit einem Mietwagen hätten wir diese Erlebnisse niemals erfahren können. Vielen Dank an die Guides vor Ort, die wirklich alle tolle Arbeit geleistet haben.

Die Victoria Fälle sind wirklich faszinierend, doch der Ort mit seinen vielen anderen Attraktionen (Bungee Jumping, Löwenbesuch, Wildwater Rafting usw.) war volles Kontrastprogramm der letzten Tage. Eine Werbeveranstaltung/Verkaufsschau für die Ausflüge und Attraktionen wie in Disneyland. Wir füllten unsere Tage anders und ich wünschte mir einen Tag im Busch zurück... zurück zu den BIG Five, denn mit viel Glück hatten wir während unserer Zeit in Botswana und Afrika alle Tiere sehen können.

Ganz herzlichen Dank an Frau Schau von Moja Travel, die uns vor der Reise alles nach unseren Wünschen organisiert hatte. Die ganze Organisation hat reibungslos geklappt und auch vor Ort sind keinerlei Schwierigkeiten aufgetreten. Auch unsere letzte Woche in Eigenregie mit dem Mietwagen lief problemlos und so konnten wir noch relaxte Tage an der Ostküste von Südafrika in St. Lucia in den Wettlands genießen. Es war ein toller Urlaub! Danke!

B. Schwär und P. Joos