Turkmenistan

Abenteuer Turkmenistan - Geheimtipp in Zentralasien

Reisen durch Turkmenistan versprühen den Zauber von 1.001 Nacht. Touristisch noch ein unbeschriebenes Blatt hat es jedoch viel an Kultur, Geschichte und Naturerlebnissen zu bieten. Alte Zeugnisse der Seidenstraße, moderne Bauten und eine extreme Wüstenlandschaft prägen das Gesicht des Landes.

Schillernde Metropole und karge Wüste

In einer Oase gelegen, gehört Turkmenistans Hauptstadt Ashgabat wohl zu den ungewöhnlichsten Städten der Welt. Geprägt vom Personenkult des Präsidenten entstanden übergroße Bauwerke, breite Boulevards mit weißem Pomp und Prunk soweit das Auge reicht, aber nur wenige Einheimische sind zwischen all den Prachtbauten unterwegs – bestimmt die surrealste Hauptstadt der Welt mitten in der Wüste.

Zu einer Stadtrundfahrt gehören der Regierungspalast, das größte überdachte Riesenrad und die riesige Moschee etwas außerhalb Ashgabats. Im Teppichmuseum kann die Kunst des Knüpfens bestaunt werden, während auf dem Altyn Asry Basar ein authentischerer Einblick in das Leben der Einheimischen gewährt wird.

Fast die gesamte Fläche Turkmenistans wird von der Karakum Wüste eingenommen. Sanddünen, Salzpfannen, Saxaul-Bäume und vereinzelte Oasen durchziehen diese trockenen Gefilde. An Bedeutung gewann die Karakum besonders durch die Seidenstraße, da einige der Haupthandelswege durch die Wüste führten und trotz des ariden Klimas immer wieder Heimat hochentwickelter Kulturen war.

Vergangene Wüstenstädte an der Seidenstraße

Unweit der Stadt Mary liegen die Ruinen von Merw, eine alte Oasenstadt, die ihre Besucher in die Zeit der Seidenstraße zurückversetzt. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. wurden die ersten Gebäude errichtet und im Laufe der Jahrhunderte kamen durch neue Eroberer immer weitere Bauwerke hinzu, wobei die bereits bestehenden keiner Zerstörungswut zum Opfer fielen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass heute ein Mosaik aus Ruinen durch die verschiedenen Epochen der Geschichte und Kulturen führt.

Vom Süden des Landes in den Norden an die Grenze zu Usbekistan nach Konye Urgench. Nahe der Stadt liegt die Ruinenstätte Urgench, der einstigen Hauptstadt des Choresm Reiches. Der Handelsort an der Seidenstraße wurde von unter anderem Dschingis Khan zerstört, bevor er nach dem verheerenden Angriff der Timuriden verlassen wurde.

Das Gutlug Timur Minarett und weitere Überreste aus dem 11. bis 14. Jahrhundert gehören heute zu den bedeutendsten geschichtlichen Zeugnissen des Landes.

Nahe der Hauptstadt liegt das UNESCO Weltkulturerbe Nisa aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Die einstige Hauptstadt der Parther begeistert mit meterhohen Verteidigungswällen, Vorratslagern und Wohngebäuden.

Atemberaubende Naturschauspiele

Nahe des Kaspischen Meeres erstreckt sich die beeindruckende Yangikala Schlucht. Der Ausblick in die Landschaft mit ihren Kratern und wellenförmigen Felsformationen erscheint mondähnlich. Bunte, horizontal abgelagerte Gesteinsschichten wirken noch eindrucksvoller, wenn die Abendsonne das Tal in sanftes Licht taucht.

Es ist dunkel, doch ein Fleckchen Wüste ist hell erleuchtet… Der Blick fällt in einen breiten brennenden Krater – dem „Tor zur Hölle“. Der Krater von Derwaza, wie er auch genannt wird, entstand Anfang der 1970-er, als bei Erdgasbohrungen die Erdoberfläche in einen Hohlraum stürzte. Die Wissenschaftler entschieden sich, die giftigen Gase anzuzünden, um das Ausströmen zu unterbinden. Doch seit diesem Tag brennt das Gas immer noch… Ein beeindruckendes Spektakel!

Turkmenistan mit seinem orientalischen Flair vereint kulturelle Schätze, Naturerlebnisse und einheimische Gastfreundschaft und bietet sich für authentische Erfahrungen in Zentralasien an.

Klima
Der Großteil Turkmenistans unterliegt einem kontinentalen Klima mit sehr heißen, trockenen Sommern bis zu 50°C und kalten Wintern bis zu -20°C. Es ist keine Seltenheit, dass im Tagesverlauf Temperaturunterschiede von etwa 50°C herrschen. Weiter im Süden schwächt sich das kontinentale Klima etwas ab. Die jährliche Niederschlagsmenge ist ebenfalls sehr gering.

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