Unbekannte Schätze zwischen Orient und Okzident

Reiche Geschichte mit den ältesten christlichen Bauwerken der Welt, Höhlenkirchen und -städten

  • Historische Straßen: alte Seidenstraße und Georgische Heerstraße
  • Antike Mythen und Legenden
  • Imposante Naturlandschaften des Großen und Kleinen Kaukasus
  • Schroffe Felsen, grüne Gebirgshänge und blaue Bergseen
  • Traditionsreiche Weinbrände und exzellente Weine
  • Lebhafte Hauptstädte zwischen Tradition und Moderne
  • Verlängerungsmöglichkeit Aserbaidschan
  • Überblick
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  • Reiseverlauf
  • Termine & Preise
  • Zusatzinformationen
  • Einreisebestimmungen
  • Kundenstimmen (1)

11 Tage Armenien · Georgien

Klöster Historische Stätten Weltkulturerbe ab 1.239 € Anfragen oder buchen

Eine Reise durch die beiden Länder zwischen dem Großen und dem Kleinen Kaukasus gleicht einer Reise durch eine Schatzkiste. So reichen die Wurzeln von Armenien, eines der ältesten Länder und Kulturvölker der Welt, zurück bis in die Antike. Altertümliche Handschriften, geschichtsträchtige Klöster und Kirchen sind Zeugen der reichen Vergangenheit. Insgesamt kann die Region auf tiefe historische Verflechtungen zurück blicken, so führte durch sie die alte Seidenstraße; zahlreiche Legenden aus der griechischen, aber auch christlichen Mythologie weiß man zu berichten. Entlang der Georgischen Heerstraße geht es durch die imposanten Naturlandschaften des Kaukasus. Während der Rundreise durch die gebirgigen Länder begleiten uns malerische Hügel- und Berglandschaften, schroffe Felsen und blaue Bergseen. Auch kulinarische Genüsse können hier auf eine jahrtausende alte Tradition zurück blicken. So gilt die Region als Wiege des Weins. Kommen Sie mit auf eine großartige Entdeckungsreise!

1. Tag: Jerewan
2. Tag: Am Ararat
3. Tag: Sewansee
4. Tag: Ungewöhnliche Bauwerke
5. Tag: Von Jerewan nach Tiflis
6. Tag: Von antiken Mythen und Legenden
7. Tag: Auf historischen Straßen
8. Tag: Kasbek - der Eisgipfel
9. Tag: Ursprüngliches Kachetien
10. Tag: Georgiens Hauptstadt Tiflis
11. Tag: Tblisi

Leistungen enthalten

  • Armenien & Georgien Rundreise gemäß Programm
  • Ausflüge, Aktivitäten und Besichtigungen inkl. Eintrittsgelder gemäß Reiseverlauf
  • Alle Transporte und Transfers wie beschrieben

Leistungen nicht enthalten

  • Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Persönliche Ausgaben, Trinkgelder
  • Optionale Ausflüge und Aktivitäten

Unterbringung

9x Mittelklasse-Hotel
1x Gästehaus
Die Unterbringung erfolgt im Doppelzimmer.
Einzelzimmer-Zuschlag auf Anfrage.

Verpflegung

10x Frühstück, 4x Mittagessen, 7x Abendessen

Tourbegleitung

Deutschsprachige Reiseleitung

Transportarten

Reisebus, Minibus

Zusätzliche Übernachtungen

Bitte kontaktieren Sie uns - wir beraten Sie gerne!

Flughafentransfer

Gerne buchen wir Ihnen die Flughafentransfers zu, bitte sprechen Sie uns darauf an.

Optionale Ausflüge / Zusatzleistungen

  • Flughafentransfers (Aufpreis: 55 €)

1. Tag: Jerewan

Nach Ihrer Ankunft am frühen Morgen in der armenischen Hauptstadt beziehen Sie Ihr Hotel, welches die Basis für den armenischen Teil unserer Reise bildet. Nach etwas Erholung und einem späten Frühstück brechen wir auf, um die Hauptstadt zu entdecken. Wir beginnen mit der Kaskade, dem beliebtesten Aussichtspunkt. Von dem gigantischen Treppenkomplex eröffnet sich uns ein herrlicher Blick über die Stadt. Anschließend geht es zum Matenadaran Institut, dem Zentralarchiv für armenische Handschriften, wo wir einen Blick auf ausgewählte Stücke einer der weltweit größten Sammlungen werfen können. Auf eine nicht ganz so lange Geschichte, dennoch aber eine große Tradition, darf der Weinbrand in Armenien zurück blicken, der auch Armenischer Cognac genannt wird. Bei einem Besuch einer Brennerei dürfen wir die hervorragenden Weinbrände auch verkosten.

Unterkunft: Ani Plaza Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

2. Tag: Am Ararat

Von der Hauptstadt führt uns unsere Fahrt in den Süden in die Ararat Ebene über die der gleichnamige und heilige Berg der Armenier thront. Hier, an der türkischen Grenze, liegt das Kloster Chor Virap, wo Gregor der Erleuchter über 13 Jahre gefangen gehalten wurde. Letztendlich gelang es ihm den armenischen König doch zu bekehren, der als erster Herrscher das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Armenien gilt auch als eine der Wiege der Weinkultur und so besuchen wir das Weindorf Areni, in dem wir den hervorragenden dunklen Rotwein kosten.
Ganz in der Nähe befindet sich auch eines der schönsten armenischen Klöster, das Kloster Norawank. Nicht nur das Kloster selbst, sondern auch seine Lage in der engen Schlucht des Amaghu mit den roten schroffen Felswänden im Hintergrund beeindruckt uns. Weiter geht es über den Selim-Pass, bei dem sich eine sehr gut erhaltene Karawanserei der alten Seidenstraße befindet, wieder zurück in die Hauptstadt.

Unterkunft: Ani Plaza Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen

3. Tag: Sewansee

Heute verlassen wir Jerewan in östlicher Richtung, denn es geht zur „Blauen Perle“ Armeniens, dem Sewansee auf knapp 1.900 m. Auch diese Gegend kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken, dessen Zeugen die zahlreichen Kirchen und Kloster sind, die um den See erbaut wurden. Wir besuchen die Klöster Sewanawank unweit der Stadt Sewan und Hagharzin, welches in die waldigen Hänge des Dilidschan Nationalpark eingebettet liegt. Im gleichnamigen Kurort kehren wir zum Mittagessen bei einer Familie ein.

Unterkunft: Ani Plaza Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen

4. Tag: Ungewöhnliche Bauwerke

Wir reisen weiter auf den Spuren des frühen Christentums und besuchen Etschmiadsin, das religiöse Zentrum des Landes, in dem wir die Kathedrale besuchen. Sie ist die älteste Kirche des Landes und gilt als eine der ältesten der Welt. Unser nächster Besuch bringt uns zurück in die moderne Geschichte. Wir besuchen die Gedenkstätte Zizernakerberd, die vom Völkermord an den Armeniern durch das Jungtürkenregime in den Jahren 1915-1916 berichtet. Ein ganz anderes Bauwerk erwartet uns im Anschluss - so geht es zum hellenistischen Tempel von Garni, der bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und in den 70iger Jahren original getreu rekonstruiert wurde. Wir bleiben bei den ungewöhnlichen Bauwerken und besuchen das Kloster Geghard. Malerisch in einer Felsschlucht gelegen, ist es zu großen Teilen mit dieser auch verbunden. So wurden die Höhlen und Felsen für den Bau des Klosters mitgenutzt. Das UNESCO Welterbe ist auch für seine außergewöhnliche Akustik bekannt. Zu Abend essen wir in einem armenischen Restaurant in Jerewan.

Unterkunft: Ani Plaza Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

5. Tag: Von Jerewan nach Tiflis

Auf unserer Fahrt in den Norden besuchen wir den kurdisch-jesidischen Friedhof in Ria Taza, dessen Grabsteine Tieren nachempfunden wurden. In Alawerdi am Debed Fluss probieren wir den besten Schaschlik Armeniens. Unser nächstes Ziel trohnt schon von weitem sichtbar über den Ort Haghpat – das gleichnamige Wehrkloster, welches auch zum UNESCO-Welterbe gehört. Mit diesem Besuch nehmen wir Abschied von Armenien und fahren nach Georgien. An der Grenze verabschieden wir uns von unseren armenischen Begleitern und werden von den georgischen Kollegen empfangen. Wir fahren weiter in die Hauptstadt, wo wir in einem traditionellen georgischen Restaurant zu Abend essen.

Unterkunft: KMM Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen, 1x Abendessen

6. Tag: Von antiken Mythen und Legenden

Von der heutigen Hauptstadt reisen wir zur antiken Hauptstadt Mzcheta. Die 3.000 Jahre alte Stadt ist ebenfalls das religiöse Zentrum des Landes. Wie auch die Pilgerer besuchen wir die Dschwari Kirche und die Swetizchoweli Kathedrale. Ihren Namen erhielt die Kathedrale aufgrund ihrer Holzsäule, deren Harz eine heilende Wirkung zugeschrieben wurde. Nicht nur dies macht Mzcheta und die Kathedrale zum Pilgerzentrum Georgiens. Ebenfalls rankt sich eine Legende um ihren Bau, über die wir bei unserem Besuch mehr erfahren. Mythisch geht es weiter, denn wir fahren weiter ins westliche Georgien, dem Gebiet des antiken Königreich Kolchis. In dem goldreichen Königreich suchten die Argonauten nach dem Goldenen Vlies. Unsere Reise führt uns nach Kutaissi, der zweitgrößten Stadt Georgiens, wo wir die neurestaurierte Bagrati-Kathedrale und die Klosteranlage Gelati besichten. Wir beziehen unsere private Unterkunft, wo wir auch zu Abend essen werden.

Unterkunft: Gasthaus in Kutaissi

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

7. Tag: Auf historischen Straßen

Unsere Reise geht auf historischen Pfaden weiter - so führte durch Georgien der nördliche Zweig der alten Seidenstraße. Zeuge aus jener Zeit ist die historische Festungs- und Höhlenstadt Uplisziche, das zum großen Teil aus dem Fels geschlagen wurde und einst ein Handelszentrum war.  Wir halten in Gori, die vorwiegend aufgrund ihrer antiken Schätze bekannt ist. Auf der georgischen Heerstraße fahren wir in Richtung Großen Kaukasus weiter und staunen über die imposanten Wehranlagen der Festung Ananuri oberhalb des Schinwali Stausees. Unsere Fahrt führt uns entlang malerischer Landschaften und bewaldeter Berghänge höher in die Bergkette, wo wir im Skigebiet Gudari unsere nächste Unterkunft beziehen.

Unterkunft: Gudauri Inn (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

8. Tag: Kasbek - der Eisgipfel

Wir setzen unsere Fahrt entlang der georgischen Heerstraße tiefer in den Kaukasus fort und erreichen das Dorf Kasbegi, welches nun wieder seinen ursprünglichen Namen Stepanzminda trägt. Von hier beginnen wir eine leichte Wanderung, die uns entlang des Tergi Fluß zur 2.170 m hoch gelegenen Dreifaltigkeitskirche Gergeti bringt. Mit etwas Wetterglück können wir im Hintergrund den 5.047 m hohen Kasbek erspähen, der in der Mitte des Kaukasus thront. Natürlich wissen sowohl die griechische als auch die christiliche Mythologie Legenden über den Eisgipfel zu berichten. Wir lassen uns von der imposanten Natur der Darialschlucht verzaubern, wo deren mächtigen Felswände bis auf wenige Meter eng zusammen rücken, und kehren in die Haupstadt zurück.

Unterkunft: KMM Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

9. Tag: Ursprüngliches Kachetien

Nachdem wir schon den exzellenten armenischen Weinbrand und hervorragenden Wein probiert haben, können wir heute den herausragenden georgischen Wein kosten. Ebenso wie Armenien, kann Georgien auf eine über 8.000 jährige Weintradition zurückblicken. Der Beste der georgischen Weine wird dabei in der Region Kachetien im Osten angebaut, die heute unser Ziel ist. Bei unserer Reise fühlen wir uns in die Zeit zurück versetzt - wenig hat sich hier in den letzten Jahrhunderten verändert. Wir spazieren durch das historische Zentrum von Sighnaghi, einer der kleinsten Städte Georgiens, und wunderschön am Berghang gelegen. Durch die ursprünglichen Weinberge setzen wir unsere Fahrt bis zu einem Bauernhof fort. Im rustikalen Weinkeller erfahren wir mehr über die traditionelle, georgische Weinherstellung und können den köstlichen Wein direkt aus den "Quevris", den tönernden Amporen, die vergraben werden, probieren. Wir stärken uns mit landestypischen Spezialitäten beim Mittagessen und bleiben auch am Nachmittag zu Gast in der Dorfgemeinschaft. Rückfahrt nach Tiflis.

Unterkunft: KMM Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Mittagessen

10. Tag: Georgiens Hauptstadt Tiflis

Deutlich unterscheidet sich das Leben der Weinbauern vom Leben der Hauptstädter im quirligen Tiflis. Doch auch mit seinen modernen Seiten, den neu errichteten Stahlkonstruktionen, stylischen Cafés, der lebhaften Atmosphäre und geschäftigen Treiben, ist die jahrhundertealte Geschichte unverkennbar.  So genießen wir einen Blick auf die Altstadt und pittoreske hügelige Umgebung von der Metechi Kirche, die mit dem Reiterstandbild des Königs und Stadtgründers erhaben über die Stadt wacht. Wir besuchen die Narikala Festung, Sioni Kathedrale und Antschischati Kirche, die älteste Kirche der Stadt. In der Schatzkammer des Historischen Museums staunen wir über die Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlies. Wer möchte, kann optional auch die Bäder besuchen, um in den heißen, schwefelhaltigen Wassern zu baden, die der Stadt ihren Namen gaben. 
Am Abend lassen wir unsere vielfältige historische Erlebnisreise mit traditioneller georgischer Küche ausklingen.

Unterkunft: KMM Hotel (oder ähnlich)

Verpflegung: 1x Frühstück, 1x Abendessen

11. Tag: Tblisi

Früh am Morgen heißt es Abschied nehmen.

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Carolin F. 29.06.2019

Allgemein: Sehr schöne, vielfältige Reise, bei der man viel von den Ländern sieht. Allerdings hat das auch bedeutet, sehr viel Zeit mit Busfahren zu verbringen. Das hat auch bedeutet, dass nicht so viel Zeit zur freien Verfügung stand. Vor allem in Georgien war ungünstig, dass es oftmals gemeinsames, spätes Abendessen gab, sodass hier noch weniger Zeit zur freien Verfügung war. Es gab Essen und dann war man vom Tag k.o. und konnte nichts mehr unternehmen nach 21 Uhr. Tipp: mehr gemeinsame späte Mittagessen statt Abendessen. Aber: das erste und das letzte Abendessen gemeinsam ist gut. Die Reise hätte durchaus entspannter und erholsamer sein können, wenn es nicht jeden Tag 8.30 mit dem Bus losgegangen wäre. 9 Uhr hätte auch gereicht. Sicherlich gibt es ältere Teilnehmer, die Frühaufsteher sind, aber die können ja so oder so früher frühstücken gehen. Wir beide sind berufstätig und hätten in unserem Urlaub gern mal länger geschlafen als an einem Arbeitstag.

Programm: Der Anteil der Kirchen und Klöster ist deutlich zu hoch. Mit dieser Einschätzung sind wir nicht allein: im Gespräch mit den anderen Reisenden kam öfter der Scherz auf, dass man sich nicht bewusst war, eine Kirchen- und Klostertour gebucht zu haben. Wir waren also nicht allein mit dieser Wahrnehmung. Programmpunkte wie der Stadtbummel in Jerewan oder die Felsenstadt Uplisziche in Georgien waren positive Ausnahmen, davon sollte es mehr im Programm geben – zumal mindestens Georgien ja viele alte Burgen zu bieten hat. Auch am Sewansee hätte man eine Bootstour oder einen Badetag gut einbauen können. Das haben neben uns auch andere angemerkt. Besser wäre auch, nicht nur eine Nacht in Tiflis zu verbringen nach dem Armenienteil, um dann gleich wieder weiterzureisen. Hier wären zwei Nächte hintereinander besser gewesen, weil entspannter und mit weniger Koffer packen.

Gruppe: Trotz des Altersunterschieds, vom Teenager zum Pensionär, war die Stimmung in der Gruppe gut und alle sind miteinander zurecht gekommen.

Reiseleitung:

Aida in Armenien ist gut auf die Wünsche der Reisenden eingegangen, z.B. Aprikosen kaufen am Straßenrand, Störche fotografieren, das Museum in der Gedenkstätte zum Genozid besuchen können. Aida ist machte zwar einen eher verschlossenen, ernsten Eindruck, war aber stets um unser Wohlbefinden bemüht und hatte die Gruppe im Blick ohne zu bestimmend und streng zu sein. Aida hat uns immer auf den nächsten Tag vorbereitet, z.B. dass wir uns Wasser und Snacks mitnehmen sollen, weil wir da und da sind.

Chatuma (?) in Georgien war früher Lehrerin, hat sie uns erzählt – das hat man allerdings auch sehr stark gemerkt. Eine Gruppe erwachsender Menschen teilweise zu behandeln wie Schüler war einfach fehl am Platz. z.B. haben wir uns einmal einen frischen Saft in Mzcheta gekauft und dann hat sie uns vor der gesamten Mannschaft gemaßregelt, dass sie das üblicherweise im Bus nicht erlaubt, unglaublich. Auf uns wirkte sie sehr autoritär: das reichte von der Bestimmung, zu welcher  Wechselstube man gehen soll (statt einfach zu sagen, es gibt ATMs in Tiflis) bis hin zum Diskutieren, dass man doch bitte am Supermarkt hält, um Wasser zu kaufen. Da mussten erst mehrere Leute drum bitten – und das bei über 30 Grad! Das ist unverschämt. Der absolute Tiefpunkt in Georgien war bereits am 2. Tag erreicht mit der „Mittagspause“ an einer Autobahnraststätte westlich von Tiflis. Hier gab es einen kleinen Supermarkt mit Bäckerei und Dunkin Donuts, weder Bänke oder ähnliches – aber eine 1 Stunde Aufenthalt, das war immerhin mehr als wir in der Felsenstadt inkl. Mittagspause zur freien Verfügung hatten. Befremdlich war überdies, dass Chatuma in jedem Hotel, in dem wir übernachtet haben, die Frühstückszeit nach vorn verhandelt hat, damit wir alle 7.45 am Frühstückstisch sitzen konnten, um 8.30 losfahren zu können. Das offizielle Frühstück fing 8 Uhr an. Wir mögen ja Deutsche sein, aber… Was daran das tatsächlich Negative war, war, dass sie uns zur Frühstückszeit nicht einmal gefragt hat, ob wir damit einverstanden sind. Und schließlich hat sie uns selten eine Vorausschau auf den nächsten Tag gegeben und was wir an eigener Versorgung dabei haben sollten. In der Felsenstadt wurde nicht darauf hingewiesen, dass es dort Schlangen gibt.

Beide Reiseleiterinnen haben zu viel erzählt und wenig unterhaltsam im Stil sondern eher als würde jemand den jeweiligen Wikipediaeintrag vorlesen. Das war einschläfernd und teilweise auch zu viel und überfordernd nach stundenlanger Fahrt oder Kirchenbesuchen. Schön wäre es gewesen, statt Statistiken und historischen Daten mehr über Land, Leute und deren Alltag zu erfahren. Dafür musste dann der eigene, mitgebrachte Reiseführer herhalten.

Ausstattung Busse/Unterkünfte: Der Bus in Armenien war sehr gut und bot allen ausreichend Platz; der Bus in Georgien dagegen war deutlich weniger komfortabel und vor allem enger. Was in beiden Ländern ein Großteil der Gruppe häufiger monierte, war die zu kalt eingestellte Klimaanlage. Wenn draußen 35 Grad sind, müssen im Bus nicht 20 Grad sein. Einige Reisende waren dann in der zweiten Reisehälfte erkältet – so auch ich. Das mag ein Verständnis von Wohlstand und sich um die Gäste kümmern sein, aber wenn man das jeden Tag bei der Reiseleitung ansprechen muss, ist das mühsam.

Die Unterkünfte waren durchweg sehr gut und ausreichend ausgestattet. Sehr gut war in Georgien, dass es jeden Tag eine Flasche Wasser gab – das wäre auch eine Überlegung für Armenien wert.

Fazit: Die Reise hat einen hervorragenden ersten Eindruck für beide Länder gegeben: Jerewan und Georgien würden wir wieder besuchen. Vor allem Georgien ist so wunderbar vielfältig, dass man sich für dieses Land und seine Natur mehr Zeit nehmen und nochmal hinfahren sollte.

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